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Ex-MotoGP-Pilot unterstützt Marcel Schrötter und ERC beim Bol d'Or

Marcel Schrötter steht vor seinem zweiten 24-Stunden-Rennen. Beim EWC-Finale will der BMW-Pilot mit ERC Endurance noch in die Top-5 der WM vorstoßen – die Tests machen Mut.

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Für Marcel Schrötter geht an diesem Wochenende eine ereignisreiche erste Saison in der Langstrecken-Weltmeisterschaft zu Ende. Beim traditionsreichen Bol d’Or auf dem Circuit Paul Ricard bestreitet der 33-Jährige sein zweites 24-Stunden-Rennen. Mit ERC Endurance verfolgt der Bayer dabei ein klares Ziel: In der WM-Gesamtwertung soll es noch unter die besten fünf gehen.

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Vor dem Saisonfinale belegt ERC Endurance mit 53 Punkten den sechsten Platz. Das AutoRace Ube Racing Team, ebenfalls mit einer BMW M1000RR unterwegs, liegt mit 60 Zählern auf Rang 5. Sieben Punkte gilt es für Schrötters Mannschaft somit aufzuholen.

Die Vorzeichen stimmen den ehemaligen Moto2-Piloten zuversichtlich. Bereits vor zwei Wochen absolvierte ERC Endurance einen Test in Le Castellet, bei dem sich das Paket aus BMW und Dunlop-Reifen konkurrenzfähig präsentierte. Auch beim Test zum Auftakt der Rennwoche bestätigte sich dieser Eindruck.

«Wir waren wieder sehr konkurrenzfähig. Wie sich bereits vor zwei Wochen gezeigt hat, bewährt sich unser Paket aus Motorrad und Reifen hier in Le Castellet besser», berichtete Schrötter. «Im Vergleich zu anderen Rennstrecken liegen wir in Sachen Reifen gegenüber dem Konkurrenten nicht weit hinterher.»

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Damit spielt der 5,6 Kilometer lange Circuit Paul Ricard ERC Endurance offenbar besser in die Karten als einige der bisherigen EWC-Schauplätze. Das ist besonders relevant, weil die Mannschaft als eines der Teams im Feld auf Dunlop vertraut, während Bridgestone die Langstrecken-WM seit Jahren prägt. Die Asphaltbedingungen in Südfrankreich sollen den Dunlop-bereiften BMW-Piloten entgegenkommen.

Loris Baz springt für Kenny Foray ein

Personell gibt es beim Finale eine Veränderung. Neben Schrötter und Jan-Ole Jähnig sitzt diesmal Loris Baz auf der BMW mit der Startnummer 6. Der erfahrene Franzose ersetzt Kenny Foray, der ausgerechnet für das AutoRace Ube Racing Team fährt, das aktuell Platz 5 in der WM hält. Bereits bei den vorbereitenden Testfahrten zeigte sich das neu formierte ERC-Trio vielversprechend.

Für Schrötter ist das Finale gleichzeitig die Gelegenheit, seine erste komplette EWC-Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Sein Debüt gab er im April bei den 24 Stunden von Le Mans. Es folgten die Rennen in Spa und Suzuka, wobei der Japan-Klassiker für den Deutschen persönlich enttäuschend endete.

Nach einem Trainingssturz konnte Schrötter aufgrund einer Knieverletzung nicht an den 8 Stunden von Suzuka teilnehmen. Bei seinen anschließenden Einsätzen in der Euro Moto bereitete ihm die Verletzung jedoch keine größeren Probleme mehr.

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Nun richtet sich der Blick vollständig auf den Bol d’Or. «Ich freue mich sehr auf das letzte Rennwochenende der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Bislang war es für mich als Rookie in dieser Serie eine spannende Saison», erklärte der BMW-Pilot.

Schrötter nach den Tests optimistisch

Die positiven Testeindrücke sorgen für Optimismus. «Wir haben definitiv gute Chancen auf ein starkes Ergebnis», ist Schrötter überzeugt. Gleichzeitig weiß der Bayer nach seiner ersten EWC-Saison, dass sich ein 24-Stunden-Rennen kaum planen lässt.

«In dieser Zeit kann viel passieren. Deshalb ist es wichtig, das Rennen zu überstehen und Fehler zu vermeiden», betonte Schrötter. «Im Moment sieht es aber ziemlich positiv aus, denn bislang läuft es gut und alles klappt reibungslos.»

Der 89. Bol d’Or wird am Samstag um 15 Uhr gestartet und endet am Sonntag zur gleichen Zeit. Für Schrötter, Jähnig und Baz lautet die Mission für die 24 Stunden klar: möglichst fehlerfrei durchkommen und die sieben Punkte Rückstand auf WM-Rang 5 noch aufholen. «Meine Teamkollegen und ich sind bereit, diese Saison anständig zu beenden und unser Ziel zu erreichen, die Meisterschaft unter den ersten fünf abzuschließen.»

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