Ferrari-Teamchef Fred Vasseur: «Reden wir lieber nicht vom WM-Titel»
Ferrari hat von den vergangenen drei Grands Prix zwei gewonnen, mit Lewis Hamilton in Spanien, mit Charles Leclerc in England. Aber Teamchef Fred Vasseur sagt: «Reden wir lieber nicht vom WM-Titel.»
Schönes Ergebnis für Ferrari beim Traditions-GP von Grossbritannien: Neunter GP-Sieg für Charles Leclerc, der erste des Monegassen seit Austin 2024, Platz 3 für Lewis Hamilton.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur nach dem turbulenten Silverstone-Rennen: «Ich freue mich vor allem für Charles, denn er hat in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken müssen, aber er wusste, dass das Team hinter ihm steht, und wir unsererseits konnten darauf zählen, dass er weiterhin alles geben würde.»
«Wir haben enormes Vertrauen in Charles, und ich bin mehr als glücklich, ihn endlich wieder mal auf dem obersten Treppchen zu sehen.»
In Sachen Ferrari-Speed glaubt Vasseur: «Wir waren konkurrenzfähiger als Russell, allerdings schien es auch, als wäre Kimi noch schneller. Als er nach dem Boxenstopp wieder auf die Strecke kam, war er überaus flott unterwegs – für Leclerc wäre das zum Schluss hin ein harter Kampf gewesen. Dann hatte Antonelli mit diesem Defekt Pech. Wir nehmen das Ergebnis so, wie es gekommen ist.»
Ferrari knabbert am WM-Vorsprung von Mercedes, aber Vasseur sagt: «Reden wir lieber nicht vom WM-Titel. Wir dürfen den Erfolg von Silverstone geniessen, und dann an die Arbeit für Belgien! Wir packen ein Rennen ums andere an.»
«Nach dem Rennen in Barcelona hörte ich Kommentare wie 'Ah, Ferrari ist zurück im Titelrennen'. Und ich sagte: nein, sind wir nicht. Die Woche danach wurde mir in Österreich gesagt, Ferrari sei nirgendwo. Und ich sagte wieder nein, denn wir standen immerhin in der ersten Startreihe.»
«Ich bleibe bei meinem Ansatz: Ich versuche nie, nach einem Rennen oder nach zwei, nach einem guten Ergebnis oder einem schlechten sofort Schlussfolgerungen zu ziehen. Ich konzentriere mich einfach darauf, mehr zu tun und Ferrari besser zu machen. Ihr könnte vom Titel reden, ich für meinen Teil mache das nicht.»
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