1988 fuhren Alain Prost und Ayrton Senna mit ihren McLaren-Honda die Gegner in Grund und Boden: 15 Siege in 16 Rennen! Können die Japaner an die damaligen Erfolge anknüpfen?
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Es ist einer der Aufreger der jungen Saison: das schwache Abschneiden von McLaren-Honda an den ersten fünf GP-Wochenenden – null Punkte für die Weltmeister Fernando Alonso und Jenson Button.
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Der vierfache Formel-1-Champion Alain Prost hat 1988 und 1989 mit McLaren-Honda gearbeitet, im zweiten Jahr gewann er den Titel, bevor sich der Franzose – zermürbt von Ayrton Senna – zu Ferrari abseilte. Prost war Honda auch verbunden, als sein eigener Grand-Prix-Rennstall in der Saison 1997 Mugen-Honda-Triebwerke einsetzte und einige schöne Erfolge errang: nach dem Spanien-GP war Olivier Panis hinter Jacques Villeneuve und Michael Schumacher sensationeller WM-Dritter, dann zog sich der Grenobler beim Kanada-GP schwere Beinbrüche zu.
Wenn Alain Prost nun über Honda spricht, dann ist seine McLaren-Honda-Erfahrung vor mehr als 25 Jahren jedoch wenig wert: "Von aussen ist dieses Team ganz schwierig einzuschätzen", findet der 60-Jährige. "In der Formel 1 kann es sehr schnell gehen, und das beste Beispiel dafür ist Renault. Vier Mal in Folge Weltmeister, dann ein Wechsel im Reglement, und mit der neuen Technik sieht alles ganz anders aus."
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"Vielleicht erleben wir schon in wenigen Monaten ein viel stärkeres McLaren-Honda. Wir wissen nicht, was sie in Sachen Entwicklung alles auf Lager haben. Mir scheint, das Chassis scheint in Ordnung zu sein, und doch haben sie eineinhalb Sekunden Rückstand auf die Spitze. Das ist eine Menge. Aber wie viel davon geht wirklich zu Lasten der Antriebseinheit? Das können nur die Techniker selber wissen."
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Und dennoch sprechen McLaren-Chef Ron Dennis und Honda-Rennchef Yasuhisa Arai immer wieder davon, eines Tages die Formel 1 wieder zu dominieren.
Alain Prost ist da vorsichtig: "1988 ist nicht 2015. Es ist hin und wieder sehr gefährlich, zu viel auf die Vergangenheit hinzuweisen. Denn damals waren die Voraussetzungen komplett anders. Ein direkter Vergleich ist einfach nicht möglich."
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