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Carlos Sainz zum Druck bei Ferrari: «Ich schaffe das»

​Ende Januar wird Carlos Sainz erstmals einen Rennwagen von Ferrari bewegen: ein 2018er Auto in Fiorano. Über seine Aufgaben bei Ferrari sagt er: «Was ich bei McLaren konnte, das schaffe ich auch bei Ferrari.»

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Für Carlos Sainz geht ein Traum in Erfüllung: Er ist ab 2021 Werksfahrer von Ferrari. Der 26jährige Spanier kommt mit viel Lob von McLaren-CEO Zak Brown nach Maranello, der Kalifornier hat gesagt, Sainz habe die Erwartungen übertroffen.

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Der Gelobte bleibt bescheiden: "Nach einem schwierigen Jahr bei Renault wurde von mir vielleicht nicht so viel erwartet. Meine Karriere hatte bei Toro Rosso gut begonnen, da war eine stetige Entwicklung zu sehen, bei Renault kam dieser Aufwärtstrend ins Stocken. Dann unterzeichnete ich bei McLaren, ich fand mit der Stabilität neues Selbstvertrauen, im Rahmen eines mittelfristigen Projekts konnte ich einen Gang höher schalten. Vielleicht hat das Zak und Teamchef Andreas Seidl überrascht, aber ich wusste, dass eine solche Steigerung in mir steckt."

"Beständigkeit und Vertrauen sind wichtig, schaut euch Lewis Hamilton bei Mercedes an", so der Madrilene gegenüber der Zeitung As. "Der Hamilton aus dem ersten Jahr bei Mercedes 2013 hat nicht mehr viel mit dem Hamilton von heute zu tun. Und Max Verstappen hat in seinem ersten Jahr bei Red Bull Racing gewiss nicht das Potenzial so ausgeschöpft, wie er das heute tun kann. Daniel Ricciardo war bei Renault im zweiten Jahr erheblich stärker als im ersten. Du brauchst in der Formel 1 eben Stabilität."

Sainz zögerte keine Sekunde, als eine Anfrage aus Maranello kam: "Kein Pilot im Fahrerlager hätte anders reagiert als ich. Bei aller Bewunderung für McLaren – wenn Ferrari an deine Tür klopft, dann gibt es keinen Zweifel über die Antwort."

Sainz kommt in ein neues Umfeld, Ferrari ist gewiss ein kompliziertes Team, mit viel Druck und Politik. Carlos Sainz ist ungerührt: "Wenn ich mich bei McLaren so gut einfügen konnte, dann schaffe ich das auch bei Ferrari. Ich habe dazu beigetragen, dass wir bei McLaren einen tollen Mannschaftsgeist hatten, da wurde viel positive Energie erzeugt – wieso soll mir das bei Ferrari nicht gelingen? Ich mag Teamchef Mattia Binotto, ich mag die Leute, mit welchen ich nun arbeite, und ich mag, was alles für die Zukunft aufgegleist wird."

Aber sind tolle Rennfahrer wie Fernando Alonso und Sebastian Vettel bei Ferrari nicht letztlich gescheitert? Sie verliessen Maranello ohne zusätzlichen WM-Titel. Sainz weiter: "Ja, aber sie haben so viele Siege und Podestplätze errungen, sie gingen ja nicht mit leeren Händen. Gewiss, sie konnten den Titel nicht holen, aber das gilt jeweils für 19 von 20 Fahrern im Startfeld. Nein, kein Fahrer verlässt Ferrari mit leeren Händen."

Wie will Sainz dazu beitragen, dass es bei den Italienern wieder aufwärts geht? "Ich weiss es noch nicht, dazu muss ich mehr Zeit mit dem Team verbringen und die Lage analysieren. Dann will ich mein Wissen und meine Fähigkeiten so einbringen, wie ich das zuvor bei McLaren getan habe. Ein Team besteht aus Hunderten von Fachleuten. Der Fahrer kann nur sein Talent und seinen Speed beitragen sowie die Art und Weise, wie ein Rennwagen entwickelt wird; dass ein Auto grundsätzlich schnell ist, das liegt nicht am Piloten."

Dürfen die Tifosi Hoffnung haben für die GP-Saison 2021? Carlos Sainz: "Ich kann nicht mehr sagen als zuvor Teamchef Binotto. Ich finde, er ist sehr ehrlich gewesen, was realistische Ziele angeht. Wenn er in den Medien sagt, dass er Ferrari wieder auf den dritten Rang nach vorne bringen will, dann entspricht das auch dem, was er mir sagt. Vielleicht war meine Version ein wenig ausführlicher, aber im Grunde ist es die gleiche."

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