Russell kann doch noch siegen: «Habe nie an meinen Fähigkeiten gezweifelt»
George Russell gewinnt das Formel-1-Rennen auf dem Red Bull Ring. Es ist sein erster Sieg seit März. Trotzdem sagt er: Er hat nie an seinen Fähigkeiten gezweifelt. Welche Rolle Lewis Hamilton spielte.
Für Mercedes-Pilot George Russell ist der Bann endlich gebrochen: Über drei Monate nach seinem ersten Platz in Melbourne beim Auftaktrennen hat er seine Sieglos-Serie von sechs GPs beendet. Auf dem Red Bull Ring fuhr Russell von der Pole-Position zum Sieg. Endlich wieder! Sein Teamkollege Kimi Antonelli, der von China bis Monaco alles einheimste, was ging, wurde Dritter. Antonelli liegt weiter vor Russell in der WM-Wertung, hat noch 40 Punkte Vorsprung.
Russell sagte nach seinem Spielberg-Sieg über Antonelli: «Bei jeder Runde, die er fährt, ist er unter den ersten beiden in der Rangliste. So ging es mir zu Beginn des Jahres, und in letzter Zeit war das nicht mehr der Fall.» Nach dem Sieg in Melbourne übernahm der erst 19-jährige Antonelli das Ruder. Russell kam nicht an seinen Kollegen ran – hatte aber auch öfters einfach Pech mit Ausfällen und für ihn unglücklich gefallenen Safety-Car-Phasen.
Sieg in Spielberg hart erkämpft
Der Brite: «Barcelona war für mich ein Kinderspiel, weil es einfach in jeder einzelnen Runde rund lief. Aber hier in Spielberg war es ein echter Kampf. Doch mit dieser Pole-Position und dem Sieg weiß ich, dass ich dazu in der Lage bin, und daran habe ich in den vergangenen Jahren immer geglaubt. Dieses Jahr habe ich nie an meinen Fähigkeiten gezweifelt, ich habe vielleicht nur am Prozess gezweifelt, und das musste ich in den Griff bekommen.»
Russell blickte dabei auch auf seinen früheren Teamkollegen Lewis Hamilton, der jetzt bei Ferrari ist und letztes Jahr große Probleme hatte: «Und ich habe es ganz klar gesehen, wenn ich mir anschaue, wie Lewis sich dieses Jahr wieder zurückgemeldet hat, oder Leclerc, der einer der besten Qualifikanten im Starterfeld ist, und wie sehr er dieses Jahr zu kämpfen hatte.»
Nicht vergessen, wie man fährt
Russell stellt, vielleicht ein wenig stellvertretend für alle anderen, klar: «Wir haben nicht einfach vergessen, wie man fährt, oder müssen es neu lernen. Es geht nur darum, dass wir das Gesamtpaket verstehen und in den Griff bekommen. Und ich spüre definitiv bei jeder Runde, bei jedem Rennen, das ich fahre, dass ich in dieser Hinsicht wirklich gute Fortschritte mache. Also ja, ich fühle mich gut.»
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