Horrorunfall von Loris Veneman: Arm klemmte zwischen Reifen und Schwinge
Die Sportbike-WM 2026 ist für Loris Veneman nach einem schweren Unfall im zweiten Lauf in Cremona vorzeitig beendet. Der Arm des Kawasaki-Piloten geriet zwischen Hinterrad und Schwinge.
Loris Veneman gehört zu den Menschen, die das Pech scheinbar magisch anziehen. So wie beim Meeting der Sportbike-WM 2026 auf dem Cremona Circuit, als es ihn gleich zweimal erwischte.
Der Kawasaki-Pilot hatte sich als Sechster in der zweiten Startreihe in aussichtsreicher Position qualifiziert, musste sein Motorrad im ersten Rennen am Samstagnachmittag aber nach nur drei Runden 4 mit einem rauchenden Motor abstellen. Dass er zuvor noch die siebtbeste Rundenzeit fuhr und sich zumindest eine ordentliche Startposition für das Sonntagsrennen sicherte, bestätigte seinen Speed.
Aber der Sonntag verlief ganz und gar nicht nach Venemans Vorstellungen. Als der vor ihm liegende Harrison Dessoy die Kontrolle über seine Triumph verlor, genau in dem Moment, als der 20-Jährige aus Dalfsen zum Überholmanöver ansetzte. Es kam zum Kontakt und beide stürzten in Kurve 10.
Für Veneman war das Drama damit aber noch nicht vorbei. Sein rechter Arm geriet im Sturz zwischen Hinterrad und Schwinge der Daytona 660 und wurde im Bereich des Ellbogens festgeklemmt. Durch den enormen Druck wurde das Gelenk ausgekugelt und die Knochen brachen. «Der schlimmste Schmerz meines Lebens», sagte der Sohn von Ex-Rennfahrer Barry Veneman später.
Damit nicht genug: Im Kiesbett liegend versuchten die herangeeilten Helfer hektisch und zunächst vergeblich, Veneman aus seiner misslichen Situation zu befreien – denn weil das Rennen nicht abgebrochen wurde, donnerte das Feld bereits wieder heran! Die Bergung gelang nur mit viel Krafteinsatz, wobei dem Pechvogel auch noch der Unterarm gebrochen wurde.
Nach zwei Nächten in einem italienischen Krankenhaus ist Veneman wieder zurück in den Niederlanden, um sich weiteren Untersuchungen zu unterziehen. Dass wir den Kawasaki-Piloten beim Saisonfinale in Jerez in drei Wochen wiedersehen, ist nahezu ausgeschlossen.
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