Neue Strecke wie Macau, Zandvoort, Baku, Jeddah? So wird’s auf dem Madring
Der Madring ist für alle Formel-1-Piloten und Rennställe Neuland. Arvid Lindblad fühlte sich im Simulator an Macau und Jeddah erinnert. Auch Elemente aus Baku und Zandvoort sind im Madring zu finden.
Was kommt da am Wochenende in Madrid auf die Formel-1-Piloten zu? Ab Freitag wird erstmals auf dem neuen «Madring» im Nordosten von Madrid gefahren. Die Rennstrecke ist erst in diesem Jahr fertig geworden, bis auf einen Test sind noch keine Formel-1-Autos auf der Strecke gefahren. Der Kurs ist im wahrsten Sinne des Wortes Neuland für die Formel-1-Teams und -Fahrer.
Ist das ein Vorteil für den Rookie? Arvid Lindblad von den Racing Bulls ist 2026 der einzige F1-Debütant. Der Madring ist für alle neu – insofern vielleicht eine Chance für den Briten.
Lindblad über den Kurs: «Es ist spannend, dass es für alle eine neue Strecke ist, vor allem in einer so tollen Stadt. Hoffentlich wird es eine gute Show und die Fans werden ihren Spaß daran haben.»
Madring wie Macau oder Jeddah?
Digital hat Lindblad schon mal reingeschnuppert: «Ich bin die Strecke im Simulator gefahren, und sie ist ziemlich anspruchsvoll. Die besten Vergleiche, die mir einfallen, sind Macau und Jeddah, da man hinter dem Lenkrad ständig beschäftigt ist – mit vielen Kurven und wenig Zeit zum Verschnaufen. Es ist ein sehr technisches Layout, daher wird es sowohl für die Teams als auch für die Fahrer eine große Herausforderung sein, bei der es viel zu lernen und zu verbessern gibt. Es sieht auch so aus, als könnten Überholmanöver schwierig werden, da es nicht viele lange Geraden gibt. Daher wird es wirklich wichtig sein, unsere Fahrzeit vom Beginn des Wochenendes an optimal zu nutzen, so viele Daten wie möglich zu sammeln.»
Intensiv und kurvig wie Macau und Jeddah also, sagt Lindblad. Zwei andere Rennstrecken kann man in gewisser Weise auch noch im Madring entdecken: Das gemischte Layout mit langen, schnellen Geraden und 90-Grad-Kurven im einen Teil und langsamen, engen Kurven im anderen Teil erinnert an Baku. Der Kurs dort ist ebenfalls zweigeteilt: Ein Teil führt durch die Straßenschluchten der Metropole und einer durch die enge Altstadt.
Auch einen Hauch von Zandvoort kann man auf dem Madring entdecken: Die GP-Strecke in den Niederlanden hat zwei angeschrägte Steilkurven, durch die die Piloten mit Neigung fahren. Der Madring übertrifft all das noch: Die Kurve 12, genannt «Monumental» ist nun die längste Steilkurve des Formel-1-Kalenders mit 550 Metern und 24 Prozent Neigung. Ein buntes Potpourri also – zusammengemischt zu einer spannenden Strecke, die uns dieses Wochenende vielleicht noch überraschen wird.
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