Laurent Mekies erklärt: Das lässt Max Verstappen trotz Riesen-Strafe hoffen
Max Verstappen wird im GP von São Paulo eine Aufholjagd zeigen müssen. Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies weiss: Das wird knifflig. Dennoch besteht Grund zur Hoffnung, wie der Franzose erklärt.
Für Max Verstappen endete das Qualifying auf dem Autódromo José Carlos Pace bereits nach dem ersten Qualifying-Segment. Das lag nicht etwa an der Leistung, die der vierfache Weltmeister auf regennasser Bahn zeigte – er schloss den ersten Teil des Abschlusstrainings als Drittschnellster ab. Sondern daran, dass der Niederländer das Feld von hinten aufrollen muss, weil er durch den Einsatz einer frischen Antriebseinheit, die das erlaubte Kontingent überschreitet, ans Ende des Feldes rücken muss.
Um Reifen zu sparen, stieg der 74-fache GP-Sieger bereits nach dem Q1 wieder aus, sein Red Bull Racing-Teamkollege Isack Hadjar machte weiter und drehte am Ende die siebtschnellste Runde. Durch die Strafversetzungen von George Russell und Charles Leclerc, die beide auch wegen des Einsatzes neuer Motor-Teile in der Startaufstellung zurückfallen, darf der Franzose von Startplatz 5 losfahren.
Red Bull Racing: Lehrreiches Qualifying auf nasser Bahn
Teamchef Laurent Mekies erklärte nach der Zeitenjagd, die sich wegen der regenbedingten Zwangspause von fast eineinhalb Stunden zur Geduldsprobe entwickelte: «Das war ein arbeitsreicher Tag hier in São Paulo, hinter den Kulissen wurde viel geschuftet. Das Team hat über Nacht einige Änderungen vorgenommen und die Performance von Max im dritten Training war ein vielversprechendes Zeichen für die Fortschritte, die wir machen konnten.»
«Wir wussten, dass wir durch den Einsatz einer neuen Antriebseinheit und der damit verbundenen Strafe eine andere Herangehensweise für Max' Qualifying-Einsatz wählen müssen, auch dank der nassen Piste, auf der wir unterwegs waren. Wir haben uns darauf konzentriert, möglichst viel über das Auto zu lernen, ohne dabei in diesen schwierigen Bedingungen unnötige Risiken einzugehen», verriet der Ingenieur, und fasste mit Blick auf Hadjars Auftritt zusammen: «Isack hat es auf den fünften Startplatz geschafft, nachdem mehrere Fahrer ihre Strafversetzungen haben hinnehmen müssen. Damit hat er eine gute Ausgangslage für das Rennen, auch wenn er sich nach der starken Q2-Leistung natürlich mehr versprochen hatte.»
Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies erwartet ein unvorhersehbares Rennen
Der Teamchef weiss, dass seine Schützlinge kein leichtes Spiel haben werden. «Es gibt immer noch viel zu tun, aber wir haben nun eine bessere Vorstellung von unserer Lage und wissen, wo wir uns verbessern müssen. Das Rennen wird eine Herausforderung, speziell für Max trifft das zu, der von weit hinten losfahren muss», betonte er, und erklärte, warum er dennoch zuversichtlich auf den 20. GP der Saison blickt: «Wir wissen, wie unvorhersehbar die Rennen in Brasilien sein können.»
«Wir fokussieren uns weiterhin auf uns selbst und setzen alles daran, um das Beste aus jeder Gelegenheit zu machen und Max und Isack die bestmögliche Chance zu geben, sich nach vorne zu arbeiten», fügte Mekies abschliessend an.
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