Ferrari-Teamchef Fred Vasseur: Hamilton von P20 zum São Paulo-Siegerpodest?
Die Ferrari-Fahrer haben viel Arbeit vor sich: Charles Leclerc wird den São Paulo-GP von Startplatz 14 in Angriff nehmen, Lewis Hamilton von P20. Wie Teamchef Fred Vasseur das alles einordnet.
Auch Ferrari kommt in Sachen Strafversetzungen nicht ungeschoren davon. Die Italiener haben den São Paulo-GP dazu gewählt, die unvermeidlichen Strafen wegen des Einbaus neuer Motorenteile zu schlucken, denn die Interlagos-Rennstrecke ist überholfreundlich, zudem wird es im Grand Prix in aller Wahrscheinlichkeit regnen.
Der Monegasse Leclerc war Viertschnellster, wegen zehn Rängen nach hinten wird daraus P14. Lewis Hamilton nahm am zweiten Quali-Segment noch teil, dann aber hörte er auf. Aus gutem Grund, wie Teamchef Fred Vasseur erläutert. Hamilton wird wohl von P20 losfahren.
Vasseur ordnet die chaotische Quali so ein: «Wir wollten bei Lewis Reifen schonen, weil wir mit der Strafe von hinten starten müssen.»
Die Reifensätze in der Formel 1 sind begrenzt. Bei den Walzen für nasse Bahn bedeutet das: zwei Sätze Regenreifen (blau markiert), fünf Sätze der weniger profilierten Intermediates (grün markiert).
Vasseur weiter: «Das Wichtigste ist, dass die Bedingungen im Rennen wahrscheinlich denen der Quali ziemlich ähnlich sein werden. Wir haben das Ziel erreicht und haben gesehen, dass von Anfang bis Ende Tempo da war.»
«Wie sehr wir im Grand Prix vordringen können, das werden wir am Sonntag sehen, es wird eine schöne Herausforderung.»
«Wir haben die Strafe absichtlich an diesem Wochenende in Kauf genommen, weil wir wussten, dass wir sie ohnehin vor dem Ende der Saison verkraften mussten. Wir denken, dass dieser Grosse Preis von São Paulo ideal ist, um Positionen gutzumachen.»
«Wenn die Bedingungen so kompliziert wie im Abschlusstraining sind, dann werden wir gute Chancen haben. Die Bedingungen in der Quali waren wirklich tückisch, aber der positive Punkt ist, dass Ferrari bei Regen wettbewerbsfähig ist. Ich denke, das ist eine gute Nachricht, weil niemand im Voraus darauf eine Antwort hatte.»
«Ich glaube, dass Max Verstappen in der Vergangenheit hier von der 16. Position aus gewonnen hat (es war von P17 und zwar 2024, M.B), und im Jahr darauf ist er, wenn ich mich nicht irre, vom Ende des Feldes bis auf den dritten Platz vorgefahren. (von P19 auf P3, M.B.) Sicherlich werden die Bedingungen tückisch, und all dies könnte eine zusätzliche Gelegenheit sein. Wir werden sehen, das Rennen wird lang und knifflig, aber genau deshalb haben wir Reifen gespart. Wenn es ein Safety-Car oder eine rote Flagge gibt, haben die Fahrer mehr Möglichkeiten, sich zurückzukämpfen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






