Strafe für Ferrari-Junior Rafael Câmara, ausgerechnet wegen Charles Leclerc
Das erste Tag als kommender GP-Fahrer von Haas hat für Ferrari-Zögling Rafael Câmara mit einer Strafe geendet, dies nach einem haarigen Manöver ausgerechnet mit Ferrari-Ass Charles Leclerc.
Nach den ersten Trainingstag im Autódromo José Carlos Pace von Interlagos in Brasilien musste F1-Neuling Rafael Câmara bei den Rennkommissaren antraben. Nish Shetty (Singapur), Loic Bacquelaine (Belgien), Tonio Liuzzi (Italien) und Felipe Maluhi (Brasilien) wollten vom Ferrari-Nachwuchspiloten wissen, was zum Geier er sich bei einer Aktion ausgerechnet gegen Ferrari-Star Charles Leclerc gedacht hatte.
Und das war passiert: Im zweiten Training zum São Paulo-GP auf der brasilianischen Traditionsstrecke gondelte «Rafa» dem Monegassen im Weg herum.
Die Rennpolizei befand: Gefährliches Fahrverhalten des Jungspunds, dafür gab es vom Kommissarenquartett einen Verweis. Das ist kein Kavaliersdelikt. Beim Autosport-Weltverband FIA wird ein Verweis als Strafe eingestuft, das ist strenger als eine Verwarnung. Mehrere Verweise können härtere Folgen haben, wie eine Zurücksetzung in der Startaufstellung, von einem Platz bis zu mehreren Rängen (drei, fünf, zehn).
Die FIA-Regelhüter erklären: «Auto Nummer 51 (Camara) wurde mehrfach am Funk gewarnt, dass Auto Nummer 16 Leclerc auf einer schnellen Runde war. Doch Auto 51 fuhr Schlangenlinien und bewegte sich weit in die Ideallinie hinein.»
«Der Fahrer von Auto 16 musste eine Kollision zu vermeiden, indem er nach rechts auswich, wobei sich ein erheblicher Teil seines Autos ausserhalb der Strecke befand. Die entstandene Situation war eindeutig gefährlich und der Fahrer von Auto 51 hätte mehr darauf achten sollen, Auto 16 nicht zu behindern.»
«Während die typische Strafe für Behinderung in einer freien Trainingssitzung eine Verwarnung ist, sind wir in diesem Fall der Ansicht, dass ein Verweis gerechtfertigt ist.»
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