Alex Marquez: Kurz vorm Aufgeben gewesen, dann Fünfter geworden
Hinter Alex Marquez' Assen-GP stand ein großes Fragezeichen. Am Ende zog der Gresini-Ducati-Pilot durch, beendete das Rennen, obwohl er fast aufgeben wollte. Und schließlich wurde er sogar Fünfter!
Am Freitag, Samstag und selbst am Sonntagmorgen sah es noch aus, als könnte Alex Marquez möglicherweise nicht mal das Assen-Rennen antreten oder beenden. Am Nachmittag wurde der Gresini-Ducati-Pilot auf dem TT Circuit dann aber starker Fünfter. Und selbst im Rennen war er kurz davor aufzugeben, verriet er hinterher.
Was war passiert? Am Freitag war der Spanier schwer gestürzt, zog sich eine Schulterprellung zu und mehrere Schürfwunden.
«Hätte nicht damit gerechnet, 26 Runden zu schaffen»
Er habe definitiv mehr erreicht als erwartet, sagte Alex Marquez nach dem Rennen: «Viel, viel mehr. Vor allem bin ich das Rennen zu Ende gefahren. Das war ja auch mein oberstes Ziel: das Rennen zu beenden und die 26 Runden zu absolvieren, was für mich schon ziemlich anstrengend war. Ich hatte nicht damit gerechnet, die 26 Runden zu schaffen.»
Marquez zu seiner Herangehensweise: «Ich dachte mir, vielleicht schaffe ich mehr als den Sprint, und je nachdem, wo ich bin, werde ich aufhören. Aber dann habe ich mich besser gefühlt. Ich habe versucht, das ganze Rennen durchzuhalten, den Hinterreifen nicht zu überhitzen und alles gut einzuteilen. Ich war hinter einer Gruppe, das hat geholfen, mit den Reifen zu haushalten und ruhig zu bleiben. Und später hatte ich wirklich Glück, dass einige Fahrer gestürzt sind oder technische Probleme hatten und so weiter, und ich habe viele Positionen gutgemacht. Der Rhythmus und alles war viel besser, als sie erwartet hatten.»
Dann verriet er sogar: «Aber es stimmt, dass ich gegen Ende dachte, ich würde aufgeben. Doch dann sah ich meine Position und sagte mir: Okay, versuch einfach, das Rennen zu beenden.» Mit Erfolg.
Sein Bruder Marc Marquez und Fabio Di Giannantonio lieferten sich ein enges Duell, dann bekam «Diggia» eine Strafe. Er musste eine Long-Lap-Strafe absolvieren. So rutschte Alex Marquez zwischenzeitlich auf Platz 4 durch. Das war jedoch gar nicht so hilfreich, wie es klang: «Das hat mir nicht geholfen, denn ich fühlte mich in dieser Gruppe wirklich sehr wohl. Und als ich dann wieder allein war, konnte ich den Hinterreifen nicht mehr schonen und im ersten Teil nicht im Windschatten fahren. Aber egal, ich habe es immerhin ins Ziel geschafft. In der letzten Runde konnte ich meine Position nicht mehr verteidigen, weil ich körperlich am Ende war. Aber das ist okay.» Di Giannantonio zog vorbei, wurde Vierter; Alex Marquez Fünfter.
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