Max Verstappen zum Formel-1-Herbst: «Das geht uns allen an die Substanz»
Die Formel 1 hat im Laufe der Jahre mehr und mehr Rennen angesetzt. Der heutige Serien-Besitzer Liberty Media will so viel Geld als möglich herausholen. Das erzeugt Kritik, auch bei Max Verstappen.
Im ersten Jahr der neuen Formel-1-WM, 1950, bestand die Saison aus nur sieben Läufen. 1960 waren es zehn, 1970 dreizehn. 1982 war die Königsklasse bei 16 Läufen angelangt, 20 Jahre lang blieb das stabil.
Aber dann ging es schnell: 2012 schon 20 Läufe, 2016 waren es erstmals 21, 2021 schon 22, 2024 erstmals 24. Serien-Besitzer Liberty Media aus den USA will so viel Geld als möglich scheffeln, in einer Epoche, in welcher die Formel 1 weltweit wieder beliebt und sexy ist.
Das Wachstum hat Grenzen: Die Formel 1 befindet sich derzeit in einer Phase von sechs Rennen an sieben Wochenenden, vom Baku (Aserbaidschan) nach Malaysia (Bahrain-GP in Sepang), dann nach Singapur, einmal durchatmen, dann in unmittelbarer Folge Texas, Mexiko und Brasilien.
Was die Leute wirklich kaputtmacht: Nach dem Nacht-GP von Vegas nur wenige Tage später nach Katar (wenn die Rennen in Nahost denn wirklich gefahren werden, ich bin mir da noch nicht so sicher).
Es hatte seine Gründe, wieso einige Piloten derzeit angeschlagen ins GP-Wochenende gehen (Antonelli, Bottas, Stroll). Max Verstappen bestätigt: «Die hohe Schlagzahl der Rennen geht uns allen an die Substanz.»
Der Niederländer vertieft: «Das ist schon viel. Als ich aufwuchs, bestand die GP-Saison aus 16 oder 17 Läufen. Ich verstehe ja, wieso wir inzwischen bei 24 angekommen sind.»
Der 74-fache GP-Sieger leistet sich einen Scherz: «Leider bekomme ich nicht mehr Geld, wenn ich nun 24 Grands Prix fahre oder nur 20.»
«Als ich noch ein Teenager war, machte es mir nichts aus, an jedem Wochenende zu fahren. Nun sind wir so eingespannt, ich habe aber inzwischen Familie. Und die vermisse ich halt, wenn ich unterwegs bin.»
«Klar kann ich die Familie mitnehmen, aber ich bin letztlich an der Arbeit. Also ist die Zeit beschränkt, die ich mit meinen Lieben verbringen kann, selbst wenn ich sie dabei habe.»
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