Erfreuliche Neuigkeiten: Auch Supersport-WM 2027 mit einem Österreicher
Andreas Kofler kam als Deutscher Meister in die Supersport-WM und musste feststellen, dass die Trauben dort sehr hoch hängen. Er und sein Familienteam sind zuversichtlich, 2027 zulegen zu können.
Nach zwei Gesamtsiegen in der Internationalen Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft (IDM) in den Jahren 2024 und 2025 wagten Andreas Kofler und das Team Motorsport Kofler aus Österreich den Schritt in die Supersport-WM. Mitte Oktober ging ihre Premierensaison auf internationalem Parkett zu Ende, mit Platz 20 in Estoril erzielte Andreas sein bestes Saisonresultat im Feld mit 32 Stammfahrern. Nun steht fest: Auch 2027 wird die Reise in der Weltmeisterschaft weitergehen. «Wir freuen uns, dass wir unseren gemeinsamen Weg mit Yamaha fortsetzen und den deutschsprachigen Raum in der Weltmeisterschaft vertreten können», teilte Teamchef Klaus Kofler mit.
Drei Deutschsprachige in der Supersport-WM 2027
Neben dem Österreicher Andy Kofler, im Beruf Polizist, werden 2027 zur Freude der Fans im DACH-Raum auch der Deutsche
Voran gingen für die Koflers einige bange Wochen, letztlich haben das Team aus Attnang-Puchheim und sein Fahrer den Bewerbungsprozess bei Promoter Liberty für die kommende Saison erfolgreich abgeschlossen und werden erneut in der World Supersport Challenge antreten. Damit stehen sie – mit Ausnahme der beiden Übersee-Events zu Beginn und Ende der Saison in Australien und China – am Start.
Klaus Kofler verbrachte diese Woche zwei Tage auf der Motorradmesse in Mailand, pflegte Kontakte und knüpfte neue. Für ein Privatteam, im Falle der Koflers ein rühriges Familienunternehmen, in dem jeder mit anpackt, ist eine WM-Saison besonders herausfordernd und wäre ohne engagierte Unterstützer wie die Firma Isolith Dämmstoffe nicht machbar.
Andy Kofler: Viel höheres Niveau als in der IDM
Andreas Kofler absolvierte 2026 seine erste komplette Saison in der Weltmeisterschaft. Die Erwartungen waren höher, doch schnell wurde deutlich, wie groß der sportliche Unterschied zur IDM ist. «Klar hatte ich mir hier und da etwas mehr erwartet. Die Supersport-WM hat das höchste Niveau seit vielen, vielen Jahren erreicht. Das sieht man vor allem an den knappen Abständen in den Qualifyings», erklärte der 22-Jährige.
Ich musste mich in deutlich mehr Zweikämpfen behaupten als in der IDM.andy kofler
Hinzu kam: Andreas musste sich von der vertrauten Yamaha R6 mit 600-ccm-Reihenvierzylindermotor auf die R9 umstellen, mit einem Zylinder weniger und 290 ccm mehr. Die Saison brachte wertvolle Erfahrungen, zeigte aber auch deutlich auf, in welchen Bereichen Verbesserungen nötig sind. «Mit dem Motorrad habe ich mich mittlerweile angefreundet», hielt der Oberösterreicher fest. «Das Gefühl wurde im Laufe der Saison immer besser, und auch die letzten Rennen haben besser gepasst als die ersten. Diese Saison war eine wichtige Entwicklung für mich als Fahrer. Ich wusste anfangs nicht wirklich, wie man eine erste komplette WM-Saison angeht. Außerdem musste ich mich an die langen Renndistanzen gewöhnen und mich in deutlich mehr Zweikämpfen behaupten als in der IDM.»
Mit den gewonnenen Erfahrungen und einer klaren Vorstellung von den nächsten Entwicklungsschritten richtet sich der Blick nun bereits auf 2027. Für Motorsport Kofler und Andreas Kofler beginnt die neue Saison Mitte März mit den Rennen im portugiesischen Portimão. Dann wollen sie die Erkenntnisse aus ihrem ersten Jahr nutzen und den nächsten Schritt in der Supersport-Weltmeisterschaft setzen. Andreas hat sich auf dem Pannonia Ring bereits mit den nächstjährigen Reifen von Einheitsausrüster Michelin vertraut gemacht und trotz niedriger Temperaturen hervorragende Rundenzeiten erzielt – das verleiht Zuversicht.
Teams & Fahrer Supersport-WM 2027:
Kawasaki: Jaume Masia (E), David Salvador (E)
Motozoo Suzuki: Mattia Casadei (I)
ZX Moto: Valentin Debise (F), Federico Caricasulo (I)
Honda: Ana Carrasco (E), Perolari?
QJ Motor Ten Kate: Can Öncü (TR), Zonta van den Goorbergh (NL)
AS Yamaha: Jeremy Alcoba (E), Aldi Mahendra (IND)
GMT94 Yamaha: Roberto Garcia (E), noch offen
Kofler Yamaha: Andreas Kofler (A)
VFT Yamaha: Filippo Farioli (I)
PTR Triumph: Dominique Aegerter (CH), Joshua Whatley (GB)
Renegade Triumph: Tom Booth-Amos (GB), Ayumu Sasaki (J)
Compos Triumph: Ondrej Vostatek (CZ), noch offen
Feel Ducati: Philipp Öttl (D)
Orelac Ducati: Marcos Ramirez (E), noch offen
WRP Ducati: Matteo Ferrari (E), noch offen
Althea Ducati: Alessandro Zaccone (I), noch offen
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