David Almansa gewann das Moto3-Rennen in Katar vor Fernandez und Quiles
Bei untergehender Sonne in Katar zeigte Intact-GP-Ass David Almansa ein perfektes Rennen. Champion Quiles blieb nur Platz 3 hinter Adrian Fernandez. Wieder einmal auffällig wurde Hitzkopf David Munoz.
Auf dem Papier hätte es für WM-Leader und 2026er-Champion Maximo Quiles kaum besser laufen können – der Aspar-Pilot dominierte alle Sitzungen zum Katar-GP und stand entsprechend auf der Startplatz 1. Auf der anderen Seite musste Quiles auch zwei Stürze per Highsider verdauen, der Schützling von Marc Marquez war also doppelt vorgewarnt.
Zudem stand der WM-Zweite David Almansa direkt neben Aspar-Pilot Quiles. Erst über das Q1 hatten es die KTM-Ajo-Racer Brian Uriarte und Alvaro Carpe auf die Plätze 3 und 4 geschafft. Die Top 4 waren damit entsprechend ihrer Positionen in der WM-Tabelle aufgestellt.
Weiter ging es in der Startaufstellung mit weiteren Spanieren. David Munoz bereitete sich auf Platz 6, Honda-Pilot Adrian Fernandez, an siebter Stelle auf das 20. Saisonrennen über 16 Runden vor. Leo Rammerstorfer aus Österreich stand bei seinem Katar-Debüt auf Position 22. Noch schien über dem 5,3 km langen Losail-Circuit die Sonne, als die 25 Piloten mit Ersatzfahrer Kgopotso Mononyana aus Südafrika in die Aufwärmrunde starteten. Hitzige 36 Grad standen auf der Anzeige der Lufttemperatur.
Den langen Sprint zur ersten Rechtskurve entschied Intact-Pilot Almansa für sich. Quiles, der sein erstes Rennen auf dem Losail-Circuit bestritt, musste sich hinter Rookie Uriarte als Dritter einfädeln. Nur Kurven später wurde der Champion erst von Fernandez und Munoz, dann auch noch von Carpe kassiert.
Eingangs der zweiten sorgte Intact-Pilot David Munoz für den ersten Zwischenfall. In Kurve wollte sich der Spanier innen an Uriarte vorbeidrücken, touchierte den Landsmann, der zu Boden ging. Profiteur war David Almansa, der sich mit der schnellsten Runde schon 1,2 Sekunden vom Feld abgesetzt hatte. Schnell kam das Urteil für Munoz: Long-lap für den aggressiven Spanier.
Nach vier Runden hatte Maximo Quiles wieder Platz 2 erkämpft und den Rückstand auf Almansa auf unter eine Sekunde verkürzt. Fernandez, Carpe und Salmela hingen sich an. Dahinter entstand schnell eine 1,5-Sekunden-Lücke zu den Verfolgern mit Rookie Veda Pratama an der Spitze. Munoz, der die Strafe schnell verbüßt hatte, wurde nun auf Rang 10 geführt. Verbessert sich nach dem Start Leo Rammerstorfer. Der Honda-Pilot aus Österreich kreiste nach einem Drittel der Distanz mit elf Sekunden Rückstand auf Almansa auf Platz 19.
Schnell schrumpfte die Verfolgergruppe mit Quiles. Rico Salmela konnte das Tempo nicht mitgehen, Joel Kelso übernahm Platz 5. An der Spitze gab Almansa Gas, vergrößerte seinen Vorsprung wieder auf 1,2 s. Nach einem Crash von Kelsos Teamkollege Eddie O’Shea rückte Rammerstorfer auf Platz 18 vor.
Derweil ging das Drama um David Munoz weiter. Der Intact-Pilot zeigte sich als Verursacher des O’Shea-Crashs wenig beruhigt und wurde erneut in die Long-lap geschickt. An der Spitze begeisterte der fehlerfreie David Almansa dagegen die Intact-Einheit um Peter Öttl. Sechs Runden vor Schluss war der Vorsprung auf 1,8 s gewachsen und nur noch Fernandez konnte Quiles folgend. Carpe musste abreißend lassen und sich nun gegen Kelso und Pratama verteidigen. Rückwärts ging es derweil für Rammerstorfer, Platz 21 vor Debütant Mononyane.
Drei Runden vor der Flagge schienen die Podestplätze gesetzt. Almansa hatte sich um weitere Zehntel abgesetzt, Quiles war statt eines Angriffs auf den Sieg mit der Verteidigung von Platz 2 beschäftigt. Gut zehn Kilometer vor dem Ziel ging Quiles weit, Fernandez tauchte durch.
An der Spitze brillierte David Almansa. Nach einer perfekten Vorstellung ging der Intact-Fahrer als überlegener Sieger über die Linie. Adrian Fernandez nutzte die Schwäche von Quiles aus und holte in der Wüste Platz 2. Weltmeister Maximo Quiles blieb Platz 3.
Dahinter ging es wild zu. Platz 4 ging knapp an Honda-Rookie Veda Pratama vor Carpe, Kelso und Danish.
David Munoz landete nach seinem Strafmarathon mit drei Long-Lap-Runden noch in den Punkten – Rang 8 für den Hitzkopf. Leo Rammerstorfer schnappte wieder Ruche Moodley und wurde 20. Den letzten WM-Punkt holte sich Neuling und Aspar-Pilot Marco Morelli.
Nach der Flagge wurde in drei Lagern gefeiert. Bei Intact GP wurde David Almansa bejubelt, Red Bull KTM Ajo applaudierte Brian Uriarte zum Gewinn des Titel «Rookie des Jahres» und das CF Moto-Team von Jorge Martinez besang den vorzeitigen Gewinn der Team-Weltmeisterschaft.
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