Strafen-Keule in Katar: Moto2-Elite mit Gonzalez und Guevara patzte im Q2
Im Finale des zweiten Qualifyings der Moto2 ging ein großer Zug, darunter auch die WM-Kandidaten, auf Zeitenjagd. Das Timing passte nicht. Das kollektive Behindern von Dani Munoz wurde bestraft.
Im Vorfeld des
In allen Sessions in Katar schenkten sich die einzigen beiden Piloten mit Chancen auf die WM-Krone fast nichts. Im FP1 war Guevara als Dritter 0,057 s schneller als Gonzalez, im Zeittraining waren es 0,010 s und im FP2 hatte Gonzalez einen 0,088-s-Vorteil gegenüber Guevara. Im entscheidenden Q2 hatte lange Izan Guevara als Zweiter die bessere Ausgangslage, während Intact-Ass Manuel Gonzalez drei Minuten vor der Flagge noch als Neunter geführt wurde.
Dann kam es zu einem Q2-Showdown, der alles auf den Kopf stellte und Gonzalez wieder auf die Vorteilsseite brachte. In einem großen Zug von Spitzenfahrern gelang es Manuel Gonzalez, die optimale Position mit minimaler Luft zum Vordermann zu finden. Guevara dagegen steckte hinter Forward-Pilot Zurutuza fest. Das Ergebnis des schnellen Moto2-Knäuels: Manuel Gonzalez zog sich auf Startplatz 2, WM-Verfolger Guevara fiel zurück auf Position 7 – Jubel bei Intact, lange Gesichter bei Pramac nach der wichtigen Session.
Kollektive Strafe wegen «Slow Riding» sortiert das Moto2-Feld neu
Am Abend wurde die Lage durch die Rennkommission weiter umgebaut. Denn die außergewöhnliche Zeitenjagd im Rudel hatte einen wesentlichen Schönheitsfehler. Als die große Gruppe inklusive Gonzalez, Guevara und Co. vier Minuten vor der Flagge auf die Strecke einbog, behinderte das Rudel den bereits auf einer fliegenden Runde attackierenden Daniel Munoz. Der Italtrans-Pilot hatte keine Chance und musste unweigerlich vom Gas. Für diesen Fall greift das dicke Regelhandbuch der FIM-MotoGP-Stewards. Wegen «Slow Riding» auf der Ideallinie wurde der Bummelzug nach dem Q2 mit der vorgeschriebenen Grid-Strafe von drei Positionen belegt.
Die konsequente Strafaktion sortiert die Startaufstellung neu. Fürs Moto2-Protokoll: WM-Leader Manuel Gonzalez fährt beim Großen Preis von Katar statt von der zweiten nur von der fünften Position los. Gleichfalls geht es für Izan Guevara von 7 zurück 10. Auch Intact-Pilot Senna Agius war Teil der Störergruppe, der Australier fährt nun von Platz 9 los. Barry Baltus (Fantic) steht nun auf Position 14, für Adrian Huertas (Italtans) ging es von 9 auf 12. Bestraft wurden auch beide RW-Racer – Van den Goorbergh wurde auf 18, Sasaki auf Platz 22 versetzt. Xabi Zurutuza, Teamkollege des nicht bestraften Polesetters Alex Escrig, startet jetzt von Platz 19.
Größter Profiteur der Strafenkeule nach der unglücklichen Gruppendynamik ist Boscoscuro-Pilot Celestino Vietti, der in Startreihe 1 auf die dritte Position vorrückt.
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