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Nico Rosberg: Deshalb hätte er Verstappen bestraft

Der Ex-Weltmeister erinnert sich an sein eigenes Kollisionsduell 2016 in Spielberg. Und er erklärt, warum Max Verstappen eine Strafe hätte kassieren müssen.

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Bei Nico Rosberg dürften Erinnerungen an 2016 wach geworden sein. Damals wurde er nach einem Zusammenstoß mit seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton in Spielberg in Kurve drei nachträglich bestraft, der Deutsche bekam eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt.

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Max Verstappen kam bei seinem Überholmanöver beim Österreich-GP am Sonntag im Duell mit Charles Leclerc nach einer Untersuchung ohne Strafe davon. Die Entscheidung wird weiterhin intensiv und kontrovers diskutiert.

Rennleiter Michael Masi wurde auch auf diesen Vergleich angesprochen, auf Rosberg/Hamilton und Verstappen/Leclerc. Hamilton hatte es 2016 in Kurve drei außen herum versucht und war dabei von Rosberg weggedrängt worden. Verstappen hatte es am Sonntag innen probiert und den Ferrari bei dem Manöver ebenfalls getroffen. Doch die Rennkommissare entschieden: Rennunfall.

Masi erklärt: "Der große Unterschied lag wohl darin, dass Nico herübergesehen hat, wohingegen Max sehr auf die Kurve fokussiert ist."

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Rosberg ging in einem YouTube-Video auf die Szene des Rennens am Sonntag ein. "Unglaublich. Deshalb lieben wir es, ihm zuzuschauen. Ich bin ein Fan, weil es so verdammt cool ist, ihm zuzuschauen", sagte er über Verstappen.

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Was den Zwischenfall betrifft, ist Rosberg hin- und hergerissen. "Das ist so schwer zu entscheiden. Es ist genauso wie bei mir und Lewis damals, nur umgekehrt. Ich habe damals verteidigt, Verstappen hat angegriffen. Das macht einen großen Unterschied."

Er denke, Verstappen habe den Sieg verdient, weil er einfach super war, so Rosberg: "Aber ich muss auch sagen, und das ist echt Scheiße: Ich denke, dass Max mit Absicht weit rausgefahren ist und erst spät eingelenkt hat."

Denn laut Rosberg hat Verstappen noch von der Runde zuvor gewusst, dass es die einzige Möglichkeit sein wird, das Rennen zu gewinnen.

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"Beim ersten Überholversuch hat er viel Platz gelassen, Leclerc konnte deshalb kontern. Er wusste, dass er ihn rausdrängen musste. Er hat sehr spät eingelenkt und war weit weg von seiner gewöhnlichen Fahrlinie, denn normalerweise hat er den Scheitelpunkt vorher immer genau getroffen."

In Runde 69 sei er aber weit weg von seiner üblichen Linie gewesen und "als Resultat davon, so glaube ich leider, hätte er eine Strafe bekommen müssen. Und das ist natürlich zum Kotzen. Denn wir wollen ja Racing sehen, diese Rad-an-Rad-Kämpfe."

Laut Rosberg kam es in Spielberg aus Ferrari-Sicht überhaupt erst soweit, da man die Strategie verhauen habe.

"Charles ist auf den weichen Reifen losgefahren, das war das große Problem. So haben sie Verstappen am Ende überhaupt diese Chance gegeben. Wäre Leclerc auf dem Medium gestartet, wäre er weg gewesen am Ende."

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