Oscar Piastri (McLaren/3.) in Baku: «Ich weiss, das klingt immer doof»
Startplatz 3, scheinbar aus dem Nichts, für Oscar Piastri im Qualifying zum Baku-GP, der McLaren-Pilot muss sich Russell und Leclerc beugen. Der Australier: «Manchmal verstehe ich es selber nicht.»
Solide Ausgangslage für Oscar Piastri zum Grand Prix von Aserbaidschan, dritter Startplatz, hinter George Russell im Mercedes und Charles Leclerc im Ferrari. Auf dem Baku City Circuit gibt es durchaus Möglichkeiten, Ränge gutzumachen, zudem hat der Mann von Pole hier eher selten gewonnen.
Nicht dass wir am Talent von Piastri zweifeln, aber Dritter war der 25-Jährige aus der GP-Stadt Melbourne in dieser Saison nur zwei Mal – in Japan und in Ungarn.
Die Ergebnisse in den Baku-Trainings liessen jetzt nicht unbedingt auf ein Spitzenergebnis hoffen: P6 im ersten Training, P8 im zweiten, P7 im dritten, P8 in Q1, dann aber – scheinbar aus dem Nichts – P4 in Q2 und unterm Strich dann Drittschnellster.
Der neunfache GP-Sieger ist mit seiner Leistung in der Quali sichtlich zufrieden und erzählt: «Im Abschlusstraining gelang Lando und mir endlich, womit wir uns in den Trainings schwergetan hatten – Speed aus dem McLaren zu kitzeln.»
«Die Leute sollten davon nicht allzu überrascht sein. Wenn wir uns die ganzen Trainings in dieser Saison betrachten, dann gab es einige Gelegenheiten, bei welchen wir unsere Problemchen hatten – um dann vorzurücken, wenn’s drauf ankommt.»
«Manchmal ist es mir selber nicht ganz klar, was da passiert. Ich war einigermassen überrascht, als wir zwischendurch auf den Rängen 1 und 2 lagen. Aber unterm Strich war gegen George nichts zu machen. Ich bin happy, dass wir das Ruder herumwerfen konnten, besonders auf einer so kniffligen Bahn wie Baku und an einem Tag, an dem es so böig ist wie heute.»
«Der Wind ist wirklich nicht ohne, da hast du als Fahrer alle Hände voll zu tun, den Rennwagen auf dem langen Vollgasstück in gerader Linie zu halten. Ich weiss, das klingt immer so doof, wenn wir Fahrer vom Wind sprechen, aber Fakt ist nun mal, dass die Formel-1-Autos da sehr empfindlich reagieren. Du musst wirklich die ganze Zeit höllisch auf der Hut sein.»
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