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Cremona, Qualifying: Erste Yamaha-Pole in der Sportbike-Kategorie
Das zweite Training der Superbike-WM 2026 in Cremona wurde von mehreren teils heftigen Stürzen überschattet. Während Nicolò Bulega Nerven zeigt, war erneut Iker Lecuona (Ducati) Schnellster.
Beim Meeting der Superbike-WM 2026 in Cremona fehlt Ducati-Privatier Tarran Mackenzie, der nach seinem Sturz in Donington Park noch immer nicht vollständig genesen ist. Der Schotte wird von Loris Baz ersetzt, der zuletzt 2023 Rennen in der Weltmeisterschaft bestritten hat. Neu im Teilnehmerfeld ist Twan Smits, der im Yamaha-Team Motoxracing den in die Supersport-WM zurückgewechselten Bahattin Sofuoglu ersetzt.
Im morgendlichen FP1 fuhr Ducati-Werkspilot Iker Lecuona vor seinem Teamkollegen und WM-Leader Nicolò Bulega in 1:28,278 min die schnellste Rundenzeit. Mit Lorenzo Baldassarri, Sam Lowes (Marc VDS), Yari Montella und Alberto Surra hatte Ducati eine erdrückende Übermacht. Bester Nicht-Ducati-Pilot war Bimota-Aushängeschild Alex Lowes auf Platz 7, dahinter Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki.
Zu Beginn des zweiten Trainings um 15 Uhr zeigte das Thermometer angenehme 27 Grad und die Sonne schien von einem fast wolkenlosen Himmel. Für Montella begann die Session jedoch auf seiner ersten fliegenden Runde mit einem Sturz in Kurve 1. Wegen gelber Flaggen wurde zahlreichen Piloten eine schnelle Zeit gestrichen. Als dann auch noch Remy Gardner mit seiner Yamaha im selben Bereich spektakulär stürzte, wurde das Training abgebrochen. Nur die Hälfte der 22 Fahrer hatten sich bis dahin eine Zeit notieren lassen.
Kaum fortgesetzt, ging die Sturzorgie weiter. In Kurve 5 lag die Bimota von Lowes im Kies. Die KB998 war reichlich ramponiert und wie bei Gardner musste man davon ausgehen, dass die Session für den Engländer vorbei ist. Dabei waren offiziell gerade erst neun Minuten vergangen!
Nun sorgte aber Lecuona in 1:28,554 min für die erste ansprechende Rundenzeit. Augenblicke später setzte sich Bulega minimal schneller mit einer 1:28,482 min an die Spitze. Tommy Bridewell (Ducati) und Miguel Oliveira (BMW) auf den Plätzen 4 und 5 fuhren bereits schneller als am Vormittag.
Nach 13 Minuten stürzte Twan Smits in Kurve 2. Derweil sorgte Lecuona in 1:28,108 min für eine neue Bestzeit. Keine drei Minuten später lag mit Bulega der nächste Superbike-Pilot auf der Nase – der Italiener war bereits im FP1 gestürzt. Wieder gelbe Flaggen, wieder wurden zahlreiche Rundenzeiten gestrichen.
Bei Halbzeit der 45-minütigen Session standen die meisten Motorräder in der Boxengasse. Hinter Lecuona, Bulega, Surra, Sam Lowes und Bridewell war BMW-Ass Oliveira weiterhin der beste Nicht-Ducati-Pilot. Stefano Manzi hielt als Achter die Yamaha-Flagge hoch. Somkiat Chantra komplettierte mit der Honda Fireblade die Top-10. Nur etwa die Hälfte der Piloten hatte sich im Vergleich zum Vormittag gesteigert. Offenbar machten die höheren Asphalttemperaturen die Strecke tückischer.
Die zweite Hälfte des FP2 verlief glücklicherweise ohne weitere Unterbrechungen. Montella hatte mittlerweile das Training wieder aufgenommen und reihte sich knapp vor Oliveira als Sechster ein. Während Alex Lowes noch ohne Rundenzeit war, belegte Axel Bassani mit der zweiten Bimota bei noch zehn Minuten Platz 8. Kawasaki-Pilot Garrett Gerloff folgte als Zwölfter mit 1,2 sec Rückstand.
In den letzten Minuten schwangen sich einige Piloten für eine schnelle Runde auf ihre Motorräder. An der Reihenfolge änderte sich auf den vorderen Positionen nichts Entscheidendes. Einen großen Sprung machte Gerloff auf Platz 8, womit der Texaner erster Verfolger von Ducati wurde. Als mit Xavi Vierge (Yamaha) und Jake Dixon (Honda) doch noch zwei Piloten in der Schlussphase stürzten, war die finale Zeitenjagd vorzeitig beendet.
Auffällig: Alle Stürze passierten über das Vorderrad, das plötzlich und ohne Vorwarnung einklappte.
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