Pechvogel George Russell: Teamchef Toto Wolff erklärt die 2. Monaco-Strafe
George Russell musste im Monaco-GP eine harte Strafe hinnehmen. Diese bekam er aufgebrummt, weil es im Team zu einer Verwirrung bei der Strategie kam, wie Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärt.
Dass Freud und Leid in der Formel 1 oft nah beieinander liegen, zeigte sich einmal mehr im Monaco-GP. Während Kimi Antonelli den fünften GP-Sieg in Folge feiern und seinen WM-Vorsprung auf 66 Punkte ausbauen konnte, musste sein Teamkollege George Russell einen schmerzlichen Nuller hinnehmen, weil er nur als Zwölfter ins Ziel kam.
Das lag nicht etwa an der fahrerischen Leistung des Briten, sondern vielmehr an zwei Strafen, die ihn aus den Punkten warfen. Zunächst kassierte er eine 5-sec-Zeitstrafe für eine minimale Tempolimit-Überschreitung in der Boxengasse. Weil diese im Fürstentum so eng ist, dürfen die GP-Piloten dort nur maximal 60 km/h schnell unterwegs sein. Russell war 60,1 km/h schnell, und deshalb wurde er mit der Zeitstrafe bedacht, die er während einer Safety-Car-Phase auch absitzen wollte.
Doch sein Team wartete die fünf Sekunden nicht ab, und deshalb gab es zu den 5 sec auch noch eine Durchfahrtstrafe. Russell wurde dadurch auf den zwölften Platz zurückgeworfen, und war entsprechend enttäuscht. Teamchef Toto Wolff erklärte nach dem Fallen der Zielflagge, wie es dazu kam. «Wir waren nicht ganz vorbereitet auf seinen Besuch an der Box», räumte er ein.
Verpasste Chance auf ein starkes Ergebnis
Und der Wiener seufzte: «Es kam intern zu einer Verwirrung bezüglich der Strategie, dann kam er an die Box und wir haben die fünf Sekunden nicht abgewartet. Dadurch haben wir den dritten oder vierten Platz verpasst, was natürlich eine Schande ist.»
Der 54-Jährige durfte sich mit dem Monaco-GP-Sieg von Antonelli trösten, den er aufs Podest begleitete. Doch Wolff betonte: «Ein Teil von mir ist sehr glücklich für Kimi und die Jungs wollten, dass ich aufs Podest gehe. Sie haben gesagt, dass dies mein Heimrennen ist, und dass ich deshalb gehen sollte. Doch ich sah George und er hatte kein gutes Wochenende. Jetzt geht es darum, ihn wieder aufzubauen, bevor wir zum nächsten Rennen nach Barcelona fahren.»
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