Laurent Mekies (Red Bull Racing) zum FIA-Debakel: «Wir wollen Klarheit»
Alpine-Fahrer Pierre Gasly verlor seinen dritten Platz in Monaco wegen zwei Zeitstrafen. Dann erhielt er ihn zurück – toller Wirrwarr. Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies stinkt das.
Um vor dem Hintergrund der Fussball-WM einen Moment im entsprechenden Jargon zu verweilen: Der Autosport-Weltverband hat ein peinliches Eigentor geschossen.
Während des spannenden Monaco-GP hagelte es Zeitstrafen wegen zu hohen Tempos in der Boxengasse. Eine Folge davon – Alpine-Fahrer Pierre Gasly, als Dritter über die Ziellinie gefahren, verlor seinen Podestplatz und sackte auf P7 ab.
Peinlich, peinlich für die FIA: Am 12. Juni mussten die Regelhüter zugeben – die Boxengasse von Monaco ist falsch vermessen worden, um 77 cm, daher waren zwei Zeitstrafen gegen Pierre Gasly und Alpine nicht rechtens.
Die Franzosen konnten nachweisen, dass sie zu keinem Zeitpunkt in der Box schneller waren als die maximal erlaubten 60 km/h, daher wurden die Strafen als nichtig erklärt, und Gasly hat seinen sechsten Podestplatz seiner F1-Karriere sichergestellt, den ersten seit Brasilien 2024.
Gasly also nicht Siebter, sondern völlig zu Recht Dritter. Das bedeutet aber auch: Isack Hadjar (Red Bull Racing) nicht Dritter, sondern Vierter; Oscar Piastri (McLaren) nicht Vierter, sondern Fünfter, gefolgt von den beiden Racing Bulls-Piloten Liam Lawson und Arvid Lindblad.
Da RBR und McLaren Punkte eingebüsst haben, war zu erwarten, was als nächstes passieren würde: Sie kündigten an, die Entscheidung der FIA pro Gasly/Alpine Protest anzufechten, eine entsprechende Absichtserklärung ist beim Autosport-Weltverband deponiert worden.
In Barcelona hat Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies bestätigt – RBR will das gegen die FIA durchziehen.
Der Franzose begründet: «Wir denken einfach, es handelt sich hier um eine Frage des Prinzips zum Wohle des Sports, damit wir alle Klarheit darüber erhalten, wie wir mit an sich nicht anfechtbaren Strafen während des Rennens umgehen. Am Ende des Rennens sollen doch die richtigen Ergebnisse feststehen.»
«Kein Messsystem ist perfekt; es gibt nicht den einen Weg, die Geschwindigkeit zu messen, und alle anderen sind falsch. Allerdings arbeiten wir seit sehr vielen Jahren in der Formel 1 nach einem ganz bestimmten System; es war in Monaco dasselbe wie am Tag zuvor, dasselbe wie am Freitag, dasselbe wie in den vorangegangenen Jahren, und wir haben uns alle daran angepasst.»
«17 oder 18 Autos haben es geschafft, in den Grenzen der Legalität zu bleiben, also müssen wir sicherstellen, dass wir als Sport einen ausreichend soliden Ansatz haben, damit für Fans und Wettbewerber Klarheit schaffen.»
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