Madring: F1-Rennstrecke Madrid vorgestellt, Tribüne für Carlos Sainz
Die spanischen Formel-1-Fans dürfen sich 2026 über zwei WM-Läufe freuen: jenen in Barcelona und den neuen in Madrid. Die Betreiber der Rennstrecke Madring verraten Details zum GP vom 13. September.
Nach dem Barcelona-GP ist vor dem Spanien-GP: Kurz nach dem spannenden WM-Lauf auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ist in Madrid die neue GP-Rennstrecke Madring offiziell vorgestellt worden.
Knapp drei Monate vor der GP-Premiere (13. September) haben die Rennstrecken-Betreiber den aktuellen Fortschritt der Bauarbeiten bekannt gegeben und einige der Elemente vorgestellt, welche die Identität der Veranstaltung prägen werden – wie das offizielle Rennplakat oder die Carlos Sainz' Team Fifty5 Tribüne oder die grösste Flagge von Spanien.
Der Tag begann auf der Rennstrecke selbst mit einem offiziellen Rundgang durch die Kurven 1, 2 und 3, gefolgt vom Hissen einer Flagge, die zu einem der dauerhaften Symbole von Madring werden soll. Zwischen Kurve 3 und der Boxengassenausfahrt auf der Westseite des Geländes gelegen, weht die Flagge von einem 54 Meter hohen Mast und misst 16,6 mal 25 Meter. Ihre Abmessungen übertreffen die der Kult-Flagge an der Plaza de Colón von Madrid, die bis dahin grösste in Spanien, deren Mast 50 Meter hoch ist und deren Flagge 14 mal 21 Meter misst.
Nach der Flaggenhissung besichtigten die Gäste die Rennstrecke mit Bussen der EMT, des städtischen Verkehrsbetriebs Madrids, und machten Halt an La Monumental, der eigenwilligsten Kurve des Kurses. Die EMT wird bei bei den Bewegungen der Fans eine zentrale Rolle spielen und gemeinsam mit der U-Bahn und dem Cercanías-Netz dazu beitragen, Tausenden von Fans den Zugang zu einer vollständig in die Stadt integrierten Rennstrecke zu ermöglichen.
Die Präsentation wurde in einem Feiersaal des Messegeländes IFEMA fortgesetzt. Auf der Bühne zeichnete eine audiovisuelle Reise die Entwicklung des Projekts von der Ankündigung bis zum Baubeginn nach und präsentierte die Arbeiten der letzten Monate, mit denen der Ehrgeiz in die Realität umgesetzt wurde.
José Vicente de los Mozos (CEO der IFEMA) betrat die Bühne mit dem von Pininfarina entworfenen Grand Prix-Pokal, um ihn den Anwesenden zu präsentieren.
De los Mozos hob in seiner Rede das Ausmass der Herausforderung hervor, die IFEMA und alle beteiligten Organisationen mit der Umsetzung eines Projekts übernommen haben, das den Bau einer Hybridstrecke mit dem täglichen Betrieb einer der führenden Messehallen Europas verbindet. «Der Grand Prix von Spanien ist ein Ausdruck der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verantwortung von IFEMA. Und er spiegelt en aussergewöhnlichen Moment wider, den Madrid erlebt: seine wirtschaftliche Stärke, seine internationale Stellung und seinen wachsenden Einfluss.
Einer der am sehnlichsten erwarteten Momente des Tages war die Enthüllung des offiziellen Posters für den Spanien-GP 2026, mit dem Slogan «De Madring al cielo» (sinngemäss: vom Madring in den Himmel). Das Poster vereint einige der bekanntesten Symbole Madrids mit La Monumental, jener Kurve, welche den Madring ganz besonders macht.
Das Poster enthält zudem handgezeichnete Illustrationen von Teammitgliedern, die täglich an dem Projekt arbeiten, und unterstreicht damit die menschliche und emotionale Verbindung des Madring zu Madrid.
Williams-Fahrer Carlos Sainz war ein weiterer Star des Tages. Nachdem der Madrilene die erste offizielle Runde auf der Strecke absolviert und seine Eindrücke von der Rennstrecke geteilt hatte, präsentierte der vierfache GP-Sieger die Team Fifty5-Tribüne – einen Bereich, der seine persönliche Note tragen wird und dessen Tickets in den kommenden Tagen in den Verkauf gehen.
Während seiner Ausführungen hob Sainz besonders den Charakter der Streckenführung und das Potenzial von Kurve 12 hervor. Der Madring-Botschafter erklärte zudem, dass der Ausdruck «De Madrid al cielo» beim Verlassen dieser Kurve eine besondere Bedeutung erhält, wo die Überhöhung, der Anstieg und die Blindheit des Streckenabschnitts den Himmel selbst zu einem Teil des Fahrerlebnisses machen.
Der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, unterstrich in seiner Rede die Rolle des Grand Prix als strategisches Projekt für die Stadt und hob die Chance hervor, die es biete, um das internationale Profil Madrids, seine organisatorischen Fähigkeiten und seine Position als Gastgeberstadt für grosse Sport- und Kulturveranstaltungen zu stärken.
«Dieses Projekt macht Madrid zur einzigen europäischen Hauptstadt, die einen Grand Prix im Kalender. Dieser Grand Prix wird ein grosser Erfolg werden.»
Ihrerseits schloss Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, den offiziellen Teil ab, indem sie die Auswirkungen hervorhob, die die Ankunft der Formel 1 auf die Region haben wird – sowohl aus wirtschaftlicher und Tourismus-politischer Sicht als auch im Hinblick auf Image, Investitionen und die Schaffung von Chancen. Ayuso betonte den Moment, den Madrid derzeit erlebt, und seine Fähigkeit, führende globale Projekte anzuziehen.
«Es war eine grosse Herausforderung, aber die Rennstrecke ist nun pünktlich und vollständig fertiggestellt. Wir werden die beste Rennstrecke der Welt liefern, mit bereits über 90% verkaufter Tickets – dank des Beitrags von Institutionen und Unternehmen sowie der bewiesenen Fähigkeit Madrids, grosse internationale Veranstaltungen auszurichten.»
Im Anschluss an die Präsentation konnten Medienvertreter und Gäste die Rennstrecke besichtigen und einen Teil der Streckenführung mit EMT-Bussen befahren.
Der Rest der Grand Prix-Infrastriktur beginnt nun rundherum zu entstehen. Tribünen, Gastronomie, Betriebsinfrastruktur und all die Elemente, die diesen Ort in eine F1-Strecke verwandeln, nehmen in den kommenden Wochen Gestalt an – in der letzten Phase eines Projekts, das auf den 13. September zusteuert, mit dem Ziel, Fans, Teams, Fahrern und Medien gleichermassen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten.
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