Sergio Pérez spricht Klartext: «Für die kleineren F1-Teams ist das unfair»
Sergio Pérez stand schon in Diensten von grossen und kleinen Formel-1-Teams. Der Mexikaner ist sich sicher: Die kleineren GP-Rennställe werden durch den Budgetdeckel strukturell benachteiligt.
Als die Budgetobergrenze in der Formel 1 eingeführt wurde, ging es darum, den kleineren Rennställen eine Chance zu geben, auf Augenhöhe gegen die grossen Teams zu kämpfen. Doch ein Blick auf die aktuelle WM-Tabelle zeigt: Zwischen den Top-4-Teams und dem Rest des Feldes klafft eine grosse Lücke.
Für Sergio «Checo» Pérez ist das keine Überraschung. Er hat bei Red Bull Racing erlebt, wie viele Mittel die Spitzenreiter im Feld aufwenden können. Und er weiss: bei seinem aktuellen Brötchengeber Cadillac läuft die Weiterentwicklung der GP-Renner ganz anders.
Den kleineren Formel-1-Teams fehlt die Effizienz
In Singapur sprach der Rennfahrer aus Guadalajara über die Unterschiede: «Wir sind ganz offensichtlich ein neuer, kleiner Rennstall. Und ich glaube, dass die Budget-Obergrenze in diesen Tagen für die kleineren F1-Teams unfair ist, denn als ich bei Red Bull Racing war, brachten wir so ziemlich jedes Wochenende Neuerungen ans Auto.»
«Die Budget-Obergrenze war nie ein Thema. Es drehte sich damals alles um die Verbesserung der Leistung, und dafür wurden keine Kosten und Mühen gespart», erinnerte sich der 36-Jährige. Das hatte mit der effizienten Nutzung der Mittel zu tun, ist er sich sicher. «Wenn du in einem kleineren Team bist, dann wird viel mehr Geld ausgegeben, weil die Methoden nicht so klar und die Effizienz entsprechend geringer ist. Deshalb sorgt der Budgetdeckel dafür, dass die Unterschiede grösser werden, anstatt die gewünschte Wirkung zu zeigen, die Leistungsdichte zwischen den Kleinen und Grossen zu vergrössern.»
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