Toto Wolff (Mercedes) rügt nach Antonelli-Sieg: «In die Fahrschule gehen!»
Zum dritten Mal in Folge gingen die Mercedes aus Reihe 1 ins Rennen, aber nur dank Kimi Antonelli wurde daraus ein weiterer Sieg. Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Der Start von beiden ging in die Hose.»
Mercedes behält eine makellose Weste: vier Formel-1-Rennen 2026, vier Siege (Australien-GP, China-Sprint, China-GP, Japan-GP). Aber nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem Rennen: «Das war ein sehr guter Auftritt von Kimi Antonelli, auch wenn der Start ein wenig in die Hose gegangen war. Da müssen die beiden wohl noch in die Fahrschule gehen, wie man die Kupplung gleichmässig kommen lässt. Kimi hat die Kupplung schnalzen lassen, das hat zu durchdrehenden Rädern geführt, und George hat das auch nicht optimal getroffen.»
«Danach haben wir von Kimi eine Super-Fahrt erlebt, und er hatte heute auch das Glück des Tüchtigen – mit dem Timing beim Boxenstopp. Wir mussten Russell hereinholen, weil er selber am Funk festgehalten hatte, dass er mit den abgefahrenen Reifen langsam Zeit verliert, aber dann kam die Safety Car-Phase. Also für George eher unglücklich, dafür glücklich für Antonelli, der unter Gelb stoppen konnte.»
«Kimi ist an diesem Wochenende sehr stark gefahren, aber bei Russell hat sich im Rennen natürlich der Fehler bemerkbar gemacht, der uns vor der Quali mit der Abstimmung unterlaufen war. Das hat George im Grand Prix gewiss Leistungsfähigkeit gekostet.»
«Kimi kam nach seinem ersten Sieg in China mit viel Selbstvertrauen nach Japan. Diese Leichtigkeit, dass du keinem mehr beweisen musst, dass du ein Rennen gewinnen kannst, die ist sicher von Vorteil.»
«Ich finde nicht, dass Russell durch Antonelli jetzt mehr unter Druck steht. George ist erfahren, und er hat immer eingeräumt, dass Kimi schnell ist. Ich bin da immer auf der rationalen Seite – wir müssen klar sehen, dass China und Japan nun zwei Rennen gewesen sind, die nicht für Russell gelaufen sind, nicht immer aus seiner Schuld. Doch wir haben noch so viele Rennen, da kann er das auch wieder drehen.»
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