Verstappen verzweifelt in Japan, Timo Glock: «Das schafft selbst Max nicht»
Der Niederländer Max Verstappen hat zuletzt vier Suzuka-Poles erobert und anschliessend vier Japan-GP-Siege. Eine Fortsetzung ist nicht in Sicht, wie Timo Glock weiss, der GP-Experte von Sky.
Der 91-fache GP-Teilnehmer Timo Glock ist als Formel-1-Experte der Kollegen von Sky nach Japan geflogen. Der 44-jährige Deutsche, mit Toyota WM-Zehnter 2008 und 2009; hat das zweite freie Training zum Grossen Preis von Japan entlang der Suzuka-Bahn verfolgt.
Der Hesse hat sich besonders aufmerksam beobachtet, wie sich der Red Bull Racing-Rennwagen des vierfachen Weltmeisters Max Verstappen verhält.
Timo berichtet: «Bei Max Verstappen ist offensichtlich – das geht in Sachen Fahrzeugbalance nicht in jene Richtung, die er vom Wagen braucht. Er hat ja auch am Funk moniert, dass sein Auto zu stark untersteuert. Was Max viel lieber hatte: eine ganz stabile Vorderachse, dank der er knackig einlenken kann.»
Glock weiter: «Das wurde auch stark ersichtlich, als die Wagen mit viel Sprit an Bord unterwegs waren. Da hat das Fahrzeug von Verstappen abwechselnd unter- und übersteuert, ein klares Zeichen dafür, dass noch keine zufriedenstellende Fahrzeugbalance gefunden worden ist. Und der Rückstand von Max mit 1,3 Sekunden auf die Spitze zeigt – da hat Red Bull Racing derzeit grössere Probleme.»
«Was gemessen an 2025 auffällt: Da lag Max Verstappen oft auch hinter dem Klassenbesten McLaren, aber der Rückstand belief sich auf drei, vier, fünf Zehntelsekunden, je nach Streckentyp. Und dann haben es die Ingenieure und er für die Quali und fürs Rennen hinbiegen können. Jetzt ist der Abstand einfach zu gross, um das erneut zu schaffen.»
«Da kommst du an einen Punkt, wo selbst ein Max Verstappen den Unterschied nicht mehr ausmachen kann. Ich bin noch immer überzeugt, dass er als Fahrer etwas bewirken kann, aber mehr als eine Sekunde Rückstand aufzuholen, das schafft selbst er nicht.»
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