Zandvoort vor dem Formel 1-Aus: GP-Star David Coulthard spricht Klartext
Auch der langjährige Formel-1-Fahrer David Coulthard (55) ist überzeugt, dass der GP-Zirkus über 2026 hinaus nicht nach Zandvoort zurückkehren wird: «Die Anlage ist einfach zu eingeschränkt.»
Als klar war, dass die Formel 1 nach 36 Jahren Pause nach Zandvoort zurückkehrt, liess es David Coulthard gewaltig krachen: Zusammen mit Lokalheld Max Verstappen und Daniel Ricciardo fuhr der Schotte eine Demo auf der niederländischen Traditionsrennstrecke, vor vollen Tribünen.
Nun heisst es für Zandvoort: Die letzte Runde hat begonnen. Über 2026 wird die Formel 1 nicht in den Dünen an der Nordsee zu Gast sein. Im Podcast Up to Speed bedauert das der 13-fache GP-Sieger Coulthard sehr.
Der WM-Zweite von 2001 sagt: «Aus meiner Sicht ist das so – wenn man bedenkt, wie dieser Grand Prix zustande kam, so erkennt man schnelle, der niederländische König ist ein Motorsportfan. Er war dafür ausschlaggebend, dass dieser Traditions-GP im Zuge des Erfolgs von Max Verstappen zurückkehrte, und sie waren in ihren Möglichkeiten, was sie mit ihrer Anlage tun können, eingeschränkt.»
«Sie sind von einem Naturschutzgebiet, den Sanddünen, umgeben; sie können sich nicht ausdehnen, wie sie sollen, sie können also nicht wachsen, und natürlich ist die Formel 1 weiterhin bestrebt, die Einnahmen aus den kommerziellen Rechten zu steigern.»
«Ich glaube also, dass die Niederländer einfach an einem Punkt angelangt sind, an dem es für sie wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist, so weiterzumachen wie bisher. Und für die Formel 1 gibt es andere Orte. Orte, die Rennanlagen bauen werden, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.»
«Ich finde Zandvoort eine brillante kleine Rennstrecke. Mein erster internationaler Sieg als junger Fahrer in der Formel 3 fand dort statt, und sie haben einen der besten Paddock-Klubs in Richtung der ersten Kurve eingerichtet, von dort aus können Besucher praktisch die gesamte erste Kurve überblicken.»
Coulthard knallhart: «Es gibt also vieles, wofür wir Zandvoort danken und die Organisatoren loben müssen, aber wir müssen festhalten – diese Reise geht nun zu Ende, und ich glaube nicht, dass wir jemals wieder mit der Formel 1 hier zurückkehren werden. Behalten wir also diese Zeit in guter Erinnerung.»
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