Honda-Ingenieur Shintaro Orihara: Warnung vor zu hohen Erwartungen in Miami
Die Honda-Ingenieure nutzten den rennfreien April, um an den eigenen Problemen zu arbeiten. Dennoch dämpft Hondas Formel-1-Chefingenieur Shintaro Orihara vor dem Miami-Wochenende die Erwartungen.
Die Probleme, die das Aston Martin Team seit dem Shakedown-Test in Barcelona beschäftigen, sind komplex. Entsprechend viel Arbeit ist nötig, um die Sorgen aus der Welt zu schaffen. Das bestätigte sowohl das Team als auch Motorenpartner Honda. Das Problem: Vibrationen sorgen für Schäden am Material und machen auch den Fahrern das Leben schwer. Die Herausforderung ist gross, wie zuletzt Honda-Racing-Präsident Koji Watanabe in Suzuka betonte.
Nach dem Heimspiel machten sich die Honda-Ingenieure gleich an die Arbeit, um den rennfreien Monat April für eingehende Tests und die Entwicklung von Lösungen zu nutzen. Hondas Formel-1-Chefingenieur Shintaro Orihara erklärt: «Das war eine lange und intensive Zeitspanne, in der wir in Zusammenarbeit mit dem Aston Martin Team sowohl in Japan als auch in Grossbritannien hart gearbeitet haben.»
«Der Grand Prix in Japan hat uns gezeigt, dass wir mit unserer Arbeit in die richtige Richtung gehen, was uns natürlich motiviert hat, alles zu geben. Nach dem Rennen haben wir die Gelegenheit genutzt, ein Chassis des AMR26 in Japan zu behalten, um es in Sakura für die Prüfstand-Tests einzusetzen. Und wir haben uns darauf fokussiert, die Vibrationen in den Griff zu bekommen und damit die Standfestigkeit zu verbessern», erzählt der Ingenieur.
Gleichzeitig warnt der Japaner: «Wir konnten zwar einige Fortschritte erzielen und haben Massnahmen für Miami getroffen, um uns zu verbessern. Aber realistisch gesehen wird sich das noch nicht auf die Performance auf der Strecke in Miami auswirken. Man sollte also keine grossen Sprünge erwarten.»
Mit Blick auf die Strecke sagt Orihara: «Miami ist der erste Rundkurs im 2026er-Kalender, der viele langsame Kurven umfasst. Es ist eine einmalige Strecke mit ihren zwei langen Vollgas-Passagen und zahlreichen langsameren Ecken. Die Streckencharakteristik erfordert es, einen guten Kompromiss bei der Abstimmung zu finden. Seitens des Motors geht es darum, die Fahreigenschaften für den langsamen Sektor zu verbessern und das Energie-Management dafür zu optimieren. Es wird entscheidend sein, um die Leistung zu maximieren.»
«Zudem ist Miami das erste Rennen des Jahres, das bei warmen Temperaturen stattfindet, deshalb steht auch die Kühlung im Mittelpunkt. Und schliesslich ist Miami auch ein Sprint-Wochenende, und das heisst, dass uns nur ein freies Training bleibt, auch wenn dieses auf 90 Minuten verlängert wurde. Wir müssen in dieser Zeit alle Einstellungen optimieren
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