Jetzt doch! Yamaha mit R7-Prototyp und Max Stauffer in der Euro Moto
Lange sah es nach einer Euro Moto Sportbike ohne Yamaha aus. Doch kurz vor knapp engagierte das Team Apreco noch den Australier, um neben der Superbike- und Supersport-Klasse auch Sportbike zu fahren.
Eine gute Woche vor dem Start der Euro Moto-Saison 2026 auf dem Sachsenring hat sich das Team Apreco um Teamchefin Corine Brandhorst neben Twan Smits in der Euro Moto Superbike sowie Lennox Lehmann und Dirk Geiger in der Euro Moto Supersport noch einen Australier für die Euro Moto Sportbike angelacht. Mit einer neuen Yamaha R7, die der 22-jährige Australier Max Stauffer fahren wird, der aus der Moto America und der Australischen Meisterschaft nach Deutschland wechselt. Gefahren ist der junge Mann bisher die Yamaha R1.
Dieser Schritt mag für manche überraschend kommen, war aber bereits vor einigen Monaten geplant, wie Corine Brandhorst erklärt. «Es war der kürzeste Anruf aller Zeiten von Yamaha», schildert sie. «Ich erinnere mich noch gut daran, er lief ungefähr so ab: Guten Morgen, Corine, ich bin gerade ziemlich beschäftigt und habe keine Zeit, aber du wirst einen R7-Prototyp für uns mit einem 22-jährigen australischen Talent fahren. Sag uns einfach nächste Woche, was du dafür brauchst, und wir machen das möglich. Und das war das Ende des Gesprächs.»
«Also habe ich mich mit meinem technischen Team zusammengesetzt und wir haben geplant, das Projekt umzusetzen», so Brandhorst. «Was übrigens viel einfacher klingt, als es in Wirklichkeit ist. Die R7, die wir einsetzen, ist ein vollständiger Prototyp, da die Basis das neue Yamaha-R7-Modell des Modelljahres 2026 ist, während in der WM die Vorgängerversion gefahren wird. Das Motorrad wurde letzte Woche zusammengebaut und wird in den nächsten Tagen in Oschersleben und Most zum ersten Mal auf die Strecke gehen, bevor wir zum Sachsenring fahren.»
Umstieg von der R1 auf die R7
«Ich heiße außerdem Max Stauffer im Team willkommen, ein 22-jähriges australisches Talent, das wir in diesem Jahr weiterentwickeln werden», so der Plan im niederländischen Team. «Max wird eine komplette Langstrecken-WM-Saison auf der R1 mit MotoBox Kremer und in Japan mit einem von der Yamaha Motor Cooperation unterstützten Einsatz fahren. Max wird als Entwicklungsfahrer für die neue R7 Sportbike eingesetzt, da er uns entscheidendes Feedback geben kann, das wir benötigen, um das Motorrad weiterzuentwickeln. Wir erwarten an den ersten beiden Wochenenden nicht allzu viel, da wir auf Motor- und Fahrwerksseite noch Entwicklungsarbeit leisten müssen, aber gegen Ende der Saison ist es unser Ziel, mit Max um Podiumsplätze zu kämpfen.»
«Es mag einfach klingen, ein Motorrad mehr einzusetzen, aber in diesem Jahr in allen drei Klassen der Euro Moto vertreten zu sein, ist eine enorme logistische und operative Herausforderung», fügt sie Teamchefin an. «Das Team ist mittlerweile auf rund 30 Mitarbeiter neben den Fahrern angewachsen. Wir benötigen nun Teile für drei verschiedene Motorräder, was bedeutet, dass wir mit zwei statt einem Lkw zu den Rennwochenenden fahren, und auch unser Support-Team müssen wir vergrößern, da wir mehr Personal für Coaching, Verpflegung und Reifenmanagement benötigen. Sicherlich wird unsere Struktur an den ersten Rennwochenenden auf die Probe gestellt werden, aber die Euro Moto und insbesondere Normann Broy haben große Unterstützung für uns gezeigt, indem sie uns helfen, während der Rennwochenenden Lösungen zu finden, da wir ziemlich viel Platz in und um die Boxen herum benötigen, damit alles funktioniert.»
«Ich möchte dem Team Apreco und Yamaha für diese Gelegenheit danken», ergänzt Max Stauffer, «neben dem diesjährigen EWC-Einsatz auch Teil dieses Entwicklungsprojekts in der Sportbike-Klasse zu sein. Wie bereits von Corine erwähnt, werden die ersten Wochenenden der Entwicklung und der Eingewöhnung im Team dienen. Von da an müssen wir stetige Fortschritte in Richtung der Spitzengruppe machen. Ich freue mich auf diese Saison und darauf, Teil dieses Blu Cru-Teams aus jungen, talentierten Fahrern zu sein, und es ist einfach cool, all die renntauglichen Yamahas zusammen in einer Box zu sehen.»
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