Mehr Hubraum und E-Fuels: Die Auswirkungen auf die neuen Triumph-Motoren
Die Moto2-WM bekommt für 2027 größere Motoren von Triumph. Erstmals werden die Dreizylinder dann mit vollsynthetischem Kraftstoff angetrieben – was das für deren Leistung und Haltbarkeit bedeutet.
Seit 2024 wird in allen drei GP-Klassen der Motorrad-Weltmeisterschaft Rennbenzin verwendet, das zu mindestens 40 Prozent nicht-fossilen Ursprungs sein muss. Ab 2027 kommen vollsynthetische Kraftstoffe zum Einsatz – also reine E-Fuels ohne jegliche Erdölzusätze. Diese werden mit elektrischem Strom (dafür steht das E) aus Wasser und Kohlenstoffdioxid hergestellt und sind unter Verwendung von grünem Strom klimaneutral.
Nicht zu verwechseln mit Tankstellensprit, wie wir ihn zum Beispiel als E10-Benzin kennen. Das E dort steht für Ethanol, die Zahl dahinter für dessen prozentualen Anteil im fossilen Kraftstoff. E100 ist also reiner Alkohol, wie er im Bahnsport oder bei den Indycars verwendet wird.
Der Zeitpunkt der Einführung ist kein Zufall: Die aktuellen Fünf-Jahres-Verträge mit den in der MotoGP-Klasse involvierten Werken laufen bis Ende 2026, in dieser Phase können die technischen Vorschriften nicht gravierend verändert werden.
Für 2027 und die folgenden fünf Jahre werden nicht nur die
Es gilt zwei Herausforderungen zu bewältigen
An den neuen Motoren wird auf Hochtouren gearbeitet, die Teams und Chassishersteller bekamen bereits Informationen bezüglich der Dimensionen,
Zur Verwendung reiner E-Fuels kann Steve Sargent, Chief Product Manager von Triumph, auch bereits einiges sagen. «Wenn sich der Sprit ändert, gilt es zwei Herausforderungen zu bewältigen», schilderte der Brite. «Die erste ist, dass es keinen Leistungsrückgang gibt, dafür muss man zum Beispiel die Einspritzung richtig hinbekommen. Ich kann verraten: Als wir auf 40 Prozent synthetischen Kraftstoff umgestiegen sind, hatten wir keine Leistungseinbuße. Die gleiche Erfahrung machen wir mit dem 100-prozentigen. Steigert man den nicht-fossilen Anteil im Treibstoff, muss man sich aber mehr mit der Haltbarkeit der Aggregate beschäftigen, weil das Motorenöl schneller abbaut.»
In der MotoGP sehen wir ab 2027 Vierzylinder-Kraftpakete mit 850 statt bislang 1000 ccm. In der Moto3 kommen ab 2028
«Es liegt in der Verantwortlichkeit der MotoGP-Macher für die richtige Balance zwischen Moto3, Moto2 und MotoGP zu sorgen», betonte Sargent. «Sie denken viel darüber nach, dass die Schritte die richtigen sind. Es wurde entschieden, dass es signifikante Änderungen für die MotoGP und Moto3 geben wird, und eben auch für die Moto2.»
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