Euro Moto Superbike • Neu
Hockenheim Superpole 1: Soomer, Orgis und Kovács sind eine Runde weiter
Auch wenn die Superpole 2 nur 15 Minuten dauert und nur neun Fahrer auf der Strecke sind, ist die kurze Session jedes Mal spannend. Die letzte Pole ging an den EWC-Weltmeister.
Zum letzten Mal in der Saison 2026 trafen sich die sechs schnellsten Piloten aus dem Superbike PrePractice vom Freitag am Samstagmittag zur Superpole 2. Lukas Tulovic, Jan-Ole Jähnig, Markus Reiterberger, Florian Alt, Marcel Schrötter und Toni Finsterbusch hatten am Freitag abgeliefert und zogen direkt in das Abschluss-Training ein. Hannes Soomer, Leon Orgis und Bálint Kovács hatten sich durch die Superpole 1 gerackert und mit ihren Zeiten ebenfalls den Sprung in die Superpole 2 und damit in den Kampf um die Startplätze in den ersten drei Reihen geschafft.
Die Herrschaften ließen sich auch nicht lang bitten und traten wild entschlossen zum letzten Training des Jahres, zumindest in der Euro Moto, an. Jähnig ging als Erster auf die Piste und auch Marcel Schrötter, der in der bisherigen Saison gerne mit leichter Verzögerung ins Training ging, war sofort zur Stelle. Schrötter und seine Zeichens erster Tulovic-Verfolger im Kampf um die Meisterschaft war am Morgen noch der Schnellste des bisherigen Wochenendes.
Für Tulovic ging das Training schlecht los. Der sonst so sattelfeste Ducati-Pilot stürzte in seiner ersten gezeiteten Runde. Er konnte aber wieder auf sein Motorrad steigen und selbstständig in die Box fahren, wo er von seinen Mechanikern empfangen wurde. Nur wenigen Minuten brauchte die deutsch-italienisch Crew, um die Ducati wieder flottzumachen. Sechs Minuten Trainingszeit standen da noch auf der Uhr.
An der Spitze tauchte unterdessen Florian Alt mit einer Zeit von 1.24,529 min auf. Nach seinen eher mäßigen Rennen in Assen und vom Nürburgring gefiel es seiner HRP-Honda auf dem Hockenheimring eindeutig besser. Hinter ihm ging es mit dem BMW-Tross um Finsterbusch, Reiterberger, Leon Orgis, Jähnig und Schrötter weiter. Schrötter, der schon am Freitag mit einer Renndistanz und Top-Zeiten überzeugt hatte, schob sich an seinem Teamkollegen Finsterbusch vorbei auf den zweiten Rang. Dort blieb der Bayer aber nicht lange, sondern haute mit einer Runde von 1.24,342 min die Bestzeit raus.
Doch nur wenige Motorradlängen hinter ihm rauschte ein mehr als flotter Markus Reiterberger an der Zeitmessung vorbei und hatte dabei eine Runde von 1.24,198 min hervorgezaubert. Tulovic war zwei Minuten vor Schluss mit einer Zeit von 1.24,803 min auf dem sechsten Platz angekommen. Nach wie vor lagen alle neun Piloten bis hin zu Kovács innerhalb von einer Sekunde.
Alle Piloten blieben bis zur letzten Minute auf der Strecke, konnten aber an den Platzierungen nicht mehr rütteln. Die letzte Pole-Position ging an den vierfachen IDM Superbike-Champion und seit letzter Woche auch Weltmeister in der Langstrecke Markus Reiterberger. Neben ihm in Reihe 1 landeten Marcel Schrötter und Jan-Ole Jähnig. Reihe 2 gehörte Alt, Finsterbusch, der in der letzten Runde noch zu Boden ging, und Titelverteidiger Lukas Tulovic. Die dritte Reihe blieb für die Fahrer aus der Superpole 1, Leon Orgis, Hannes Soomer und Bálint Kovacs.
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