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Cremona, FP3: Surra vor Lecuona, Bulega nur Zehnter – BMW mit Problemen!
In Rekordzeit sicherte sich Ducati-Werkspilot Iker Lecuona beim Superbike-Meeting in Cremona die Pole-Position. Ducati dominierte die Top-6. Bimota, Kawasaki und BMW in Reihe 3.
Nachdem am Freitag Ducati-Werkspilot Iker Lecuona das Geschehen auf dem Cremona Circuit dominierte, fuhr im FP3 am Samstagvormittag Ducati-Privatier Alberto Surra in 1:27,666 min die bisher schnellste Runde an diesem Wochenende. Zur Einschätzung: Den Pole-Rekord stellte im vergangenen Jahr Nicolò Bulega (Ducati) in 1:27,866 min auf – der erst 22-Jährige war also 0,2 sec schneller!
Neben dem Motocorsa-Piloten fuhren auch Lecuona und Honda-Ass Jake Dixon Rundenzeiten unter 1:28 min. Platz 10 von WM-Leader Bulega sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der 26-fache Saisonsieger als der Favorit beim zehnten Meeting der Superbike-WM 2026 gilt. In jedem Fall dürfte nur ein Ducati-Pilot für die Pole-Position infrage kommen.
Das Qualifying begann um 11:15 Uhr klar und fand bei schönstem Wetter statt. Das Thermometer zeigte angenehme 21 Grad. Bei der Superpole handelt es sich um ein traditionelles Qualifikations-Training, in dem alle Fahrer 15 Minuten lang Zeit haben, um eine bestmögliche Zeit zu fahren. Beim zehnten Saisonmeeting hat Pirelli den klebrigen SCQ-Reifen im Angebot. Durch den Extragrip des weichen Gummis ist eine um bis zu eine Sekunde schnellere Rundenzeit möglich.
Als die Ampel am Ende der Boxengasse auf Grün schaltete, fuhren die meisten Piloten sofort auf die Piste – die Lowes-Zwillinge Sam (Ducati) und Alex (Bimota) waren die letzten. Noch auf seiner ersten fliegenden Runde stürzte Dixon in Kurve 10 – ein Desaster für den Engländer. Für die erste starke Rundenzeit sorgte derweil Lecuona in 1:27,636 min. Vielen anderen Fahrern wurde die Runde wegen gelber Flaggen gestrichen. In der Zielkurve stürzte dann noch Yamaha-Privatier Mattia Rato, was weiteren Fahrern zum Verhängnis wurde.
Hinter Lecuona reihten sich mit Yari Montella, Lorenzo Baldassarri und Sam Lowes drei weitere Ducati-Piloten ein. Kawasaki-Ass Garrett Gerloff war Fünfter. Nach dem ersten Run hatten neben Dixon und Rato auch Surra, Miguel Oliveira (BMW), Stefano Manzi (Yamaha) und Bulega keine gezeitete Runde. Der zweite und letzte Versuch musste für diese Piloten sitzen!
Bei noch sechs Minuten gingen die ersten Superbike-Asse mit einem neuen Hinterreifen auf die Piste. Auf der mit 3,7 km kürzesten Rennstrecke im Kalender waren noch bis zu drei schnelle Runden möglich.
Noch auf seiner Out-Lap kam Lecuona von der Strecke ab. Der Spanier wäre im Kies beinahe gestürzt. Ganz stark dagegen Surra, der in 1:27,437 min eine Rekordzeit in den Asphalt brannte. Oliveira gelang eine 1:28,001 min, die den Portugiesen vorläufig auf Platz 7 brachte.
Bei noch zwei Minuten preschte Bulega mit einer unglaublichen Zeit von 1:27,297 min über die Linie! Doch auch sein Teamkollege war auf einer schnellen Runde und übernahm nervenstark mit einer 1:27,253 min die Führung. Stürze von Sam Lowes, Andrea Locatelli (Yamaha) und Axel Bassani (Bimota) sorgten für gelbe Flaggen in mehreren Kurven, die weitere schnelle Zeiten unmöglich machten.
So blieb es bei der Pole-Position für Lecuona in Rekordzeit, der seinem Teamkollegen die erste Quali-Niederlage in diesem Jahr zufügt. Bulega und Surra komplettieren die erste Startreihe. Mit Sam Lowes, Montella und Baldassarri stehen auch in Reihe 2 ausschließlich Ducati-Piloten.
Bimota-Pilot Alex Lowes führt als Siebter in Reihe 3 die Verfolger an, daneben Gerloff (8.) mit der einzigen Kawasaki und BMW-Aushängeschild Oliveira (9.). Die beste Yamaha stellte Remy Gardner auf Startplatz 11. Bester Honda-Pilot wurde Somkiat Chantra auf der 17. Position.
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