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Hockenheim: Lukas Tulovic (Ducati) kassiert Superbike-Bestzeit am Freitag

Zwischen den vier Schnellsten des Freitagstraining lag am Ende des Tages gerade mal eine Zehntel. Tulovic lässt in Sachen Titelverteidigung schon mal die Muskeln spielen.

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Es geht um die Wurst. Zwischen Lukas Tulovic und Marcel Schrötter wird sich am Sonntag entscheiden, wer Meister der Euro Moto Superbike wird. Am Freitag setzte der Titelverteidiger und aktuell Gesamtführende schon das erst Signal, wohin die Reise geht.

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Freies Training 1: Ducati legt vor

Im Vorjahr hatte sich der Ungar Bálint Kovás beim IDM-Finale auf dem Hockenheimring die Pole Position mit der BMW und einer Zeit von 1.25,533 min gesichert. Es war seine einzige und bis heute auch letzte Trainingsbestzeit. Für dieses Jahr hatte er das Budget für eine komplette Euro Moto Saison nicht mehr zusammengenbracht. Doch als Gaststarter tauchte er beim Finale wieder auf, kam aber nicht weit. Nach einer Runde war er gestürzt. Seine Bestzeit aus dem Vorjahr wurde 2026 schon in den ersten Runden geknackt. Erneut ein Beweis, dass die Euro Moto Superbike in diesem Jahr mächtig an Tempo zugelegt hat. Lukas Tulovic, der im Vorjahr noch aus der zweiten Startreihe losgefahren war, hatte sich im ersten freien Training mit einer Zeit von 1.25,505 min die vorläufige Bestzeit gesichert. Ein Zehntel hinter ihm tauchte bereits Marcel Schrötter auf, der Tulovic im Kampf um den Titel noch gerne einen Strich durch die Rechnung machen würde. Die ersten zehn Superbiker lagen innerhalb einer Sekunde.

Freies Training 2: Reiterberger legt nach

Das zweite Training ging ebenfalls mit einem Sturz los. Dieses Mal war es Leon Orgis, der Bodenkontakt hatte und erst einmal im Medical Center vorbeischauen musste. Dafür hatte sich der neue EWC-Weltmeister Markus Reiterberger warmgefahren und legte mit einer 1.25,201 min vor. Doch Lukas Tulovic ließ es sich nicht nehmen, seinen Anspruch auf den Titel mit einer Zeit von 1.25,048 min zu unterstreichen. Während sich die Euro Moto-Piloten auf dem Hockenheimring vergnügten, fehlte einer. Der Yamaha-Pilot Twan Smits hatte der Serie vorzeitig Tschüss gesagt und war stattdessen bei der Superbike-WM in Italien am Start und war im ersten freien Training von Cremona auf Platz 20 unterwegs. Marcel Schrötter tat sich in der Mittagssession schwer und rackerte sich mit mittleren 1.25er Zeite ab. Vier Minuten vor der Zielflagge war Reiterberger der erste Pilot, der die 1.25er Schallmauer knackte und sich mit einer 1.24,773 min an die Spitze setzte, zwei Zehntel schneller als Tulovic und drei Zehntel schneller als Jan-Ole Jähnig. Auch Schrötter gelang in der Schlussphase noch eine flotte Runde, mit der er sich an Jähnig vorbei auf Rang 3 schob. Auf den letzten Metern funkte auch noch Florian Alt in der Spitzengruppe mit rein, an Reiterbergers Zeit konnte aber keiner mehr rütteln.

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Pre Practice: Tulovic legt noch eine Schippe drauf

Am späten Nachmittag rückten die Superbike-Piloten zum letzten Training des Tages aus. «War schon nicht schlecht für den Anfang», beurteilte Reiterberger seine Zeit vom Mittag, «aber wir müssen weiter dranbleiben.» Leon Orgis fehlte beim Kampf um den Einzug in die Superpole 2. Er selbst hatte den Crash schadlos überstanden, aber seine BMW war in der Kürze der Zeit nicht wieder flott zu kriegen. Nach drei Runden hatten erstmals auch Tulovic und Florian Alt die 1.25 min geknackt und belegten, ein Zehntel voneinander getrennt, die Plätze 1 und 2. Mit einer 1.25,100 min lag Reiterberger auf Platz 3. Marcel Schrötter und Jan-Ole Jähnig ließen die ersten zehn Minuten tatenlos verstreichen, bevor sie auf der Strecke aktiv wurden. Jähnig zauberte dann auch gleich in seiner zweiten Runde eine 1.24,727 min aus dem Hut und rückte bis auf 0,052 min an Tulovic heran. Die ersten elf der 14 Fahrer waren innerhalb einer Sekunde unterwegs.

Die ersten Vier, Tulovic, Jähnig, Reiterberger und Alt trennte acht Minuten vor Schluss gerade mal eine Zehntel. Schrötter mühte sich als Fünfter mit einer 1.25,053 min ab. In Serie konnte aber auch das Spitzen-Quartett die 1.24er-Zeiten nicht aus dem Ärmel schütteln. In den letzten Minuten passierte dann in Sachen Zeiten nichts Weltbewegendes mehr. Direkt für die Superpole 2 qualifizierten sich Tulovic, Jähnig, Reiterberger, Alt, Schrötter und Toni Finsterbusch.

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