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Markus Reiterberger: «Vor lauter Wut bin ich zu schnell in die Long Lap»

Man konnte förmlich sehen, wie es unter dem Helm des Euro Moto Superbike-Piloten in Assen kochte. Nach einem Fehler bekam er auch noch eine Strafe. Seine Meinung ist unmissverständlich.

IDM Superbike

Im Artikel erwähnt


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Markus Reiterberger war bester Laune nach Assen gereist. Einer Strecke, die der Euro Moto Superbike Pilot vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW mit guten Erinnerungen verbindet und denen er beim drittletzten Rennen der Euro Moto Saison gerne noch ein paar gute Erinnerungen hinzufügen wollte. In allen Trainings, sei es am brütend heißen Freitag oder am merklich kühleren und teilweise verregneten Samstag, hatte sich der Bayer stets in der Spitzengruppe rumgetrieben. Auch wenn ihn die verpasste erste Startreihe sicherlich wurmte und er mit Startplatz 4 die zweite Reihe eröffnete, waren die Abstände absolut überschaubar.

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Das Limit ausgetestet

Vom Start des ersten Rennens kam Reiterberger gut weg und fand sich nach wenigen Runden allein mit Smits und Tulovic in der Spitzengruppe wieder. Vor allem mit Tulovic lieferte sich der BWM-Pilot ein ansehnliches Duell. Bei seiner Attacke kam Reiterberger zwar am Konkurrenten vorbei, doch der konterte umgehend. Nach einem heftigen Vorderrad-Rutscher in der letzten Schikane ließ Reiterberger die Vernunft die Oberhand gewinnen und entschied sich, als bester BMW-Pilot den dritten Platz nach Hause zu fahren. «Wir hatten uns zum Vortag nochmals verbessert», erklärte er Reiterberger, dessen Crew nach dem Warm-up noch rasch den Motor gegen das Oschersleben-Aggregat gewechselte hatte. «Es war das beste Wochenende überhaupt bisher. «Ich habe alles gegeben, um an Tulovic vorbeizukommen. Ich war ehrlich gesagt von Anfang bis Ende über dem Limit. Als ich fast das Vorderrad verloren hatte, habe ich mich darauf beschränkt, meinen Vorsprung zu verwalten. Aber ich war nah dran, es war ein schönes Rennen.»

Schluss mit lustig

Bis auf die Schlussphase war auch das zweite Rennen schön anzusehen. Reiterberger hielt den Druck auf den Führenden Twan Smits beständig hoch und hatte einen möglichen Sieg vor Augen. Bis ihm eine Verkettung von Fehlern und einer Bestrafung einen Strich durch die Pokal-Rechnung machte. «Das zweite Rennen war eigentlich noch besser als das erste», beschreibt der BMW-Pilot die wilde Schlussphase. «Ich hatte mir Smits zurechtgelegt, bin aber durch einen kleinen Fehler weitgegangen.» Reiterberger musste über die asphaltierte Auslauffläche und reihte sich mit Abstand wieder hinter Smits ein. Doch der Rennleitung war die Verzögerung nicht genug, eine Sekunden wird laut Reglement verlangt, und sie brummten Reiterberger eine Long-Lap-Strafe auf. Der Bayer sah sich um den möglichen Sieg gebracht und kochte unter seinem Helm vor Wut.

Ich habe aber gesehen, dass ich gewinnen kann, das ist viel wichtiger.

Markus Reiterbrger

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«Ich weiß, Regeln sind Regeln«, ist er sich bewusst. «Ich hatte erst das Gefühl, dass mir der Sieg genommen wurde. Deswegen war ich so voll Wut, als ich das Schild Long Lap Penalty gesehen habe. Ich habe ja was verloren, vielleicht nicht genau eine Sekunde, aber einiges an Zehntel und musste mich wieder rankämpfen. Daher dachte ich, das passt. Woher soll ich als Fahrer wissen, wie genau eine Sekunde ist. Diese ganzen theoretischen Spielchen und Regeln gehen mir auf den Sack. Ich habe aber gesehen, dass ich gewinnen kann, das ist viel wichtiger.»

Die Long Lap wollte Reiterberger umgehend hinter sich bringen. «Ich bin dann viel zu schnell rein vor lauter Wut«, beschreibt er seinen Emotionen, nachdem er auch noch durchs Kiesbett musste und fügt seinen Ausführungen noch ein herzhaftes «Scheissdreck» hinzu. «Es ist wie es ist, ich muss da im Bruchteil einer Sekunde entscheiden. Für die Meisterschaft und den Punktestand ist Ergebnis das natürlich schlecht. Aber wir haben noch vier Rennen. Als Team haben wir einen Super-Job gemacht und ich bin sehr stolz auf unser Team.»

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Marcel Schrötter

15

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1:37,971

20

03

1

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Lukas Tulovic

15

+6,513

1:37,308

16

04

66

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Holzhauer Racing Promotion

Florian Alt

15

+7,598

1:37,840

13

05

56

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GERT56 by RS Speedbikes

Toni Finsterbusch

15

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1:37,931

11

06

14

Jan-Ole Jähnig

GERT56 by RS Speedbikes

Jan-Ole Jähnig

15

+7,888

1:38,070

10

07

28

Markus Reiterberger

Masteroil Alpha Van Zon BMW

Markus Reiterberger

15

+16,460

1:37,109

9

08

45

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Leon Orgis

15

+19,846

1:38,263

8

09

5

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Masteroil Alpha Van Zon BMW

Jan Mohr

15

+23,580

1:38,865

7

10

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