Euro Moto Sportbike • Neu
WM-Pilotin Lucy Michel nutzt Nürburgring-Überraschung zur Vorbereitung
Nach seiner schweren Schulter-Verletzung ist der Euro Moto Superbike-Pilot Hannes Soomer noch nicht wieder bei hundert Prozent angekommen. Doch er ist mit seiner BWM wieder am Start.
Hannes Soomer konnte die letzten Rennen der Euro Moto Superbike nur von Zuhause aus per Live-Stream verfolgen. Der Este hatte sich bei seinem Ausflug zum Rennen der Langstrecken-WM nach Japan im Training eine massive Schulterverletzung zugezogen, die ihn zu einer langen Pause zwang. Nach dem Euro Moto Rennen Ende Mai in Most war die Reise nach Japan losgegangen. Bis Anfang September hatte es gedauert, bis der Este wieder startklar war.
So leicht wie zu Beginn der Saison gingen ihm das Training und die Rennen nicht von der Hand. War Anfang des Jahres der direkte Einzug in die Superpole 2 normal, blieb er auf dem Nürburgring erstmals in der Superpole 1 stecken und nahm die Rennen mit Startplatz 10 aus der dritten Reihe aus in Angriff. In beiden Rennen hielt er nach der monatelangen Racing-Pause auf dem Nürburgring tapfer mit seinen Konkurrenten mit und sicherte sich einmal den zehnten und einmal den 12. Rang. Unzufrieden war der Mann des Teams Masteroil-alpha-Van Zon-BMW dennoch nicht. «Ich war zuallererst glücklich, wieder dabei zu sein», sagte er nach getaner Arbeit. «Doch ich war eben noch nicht wieder zu hundert Prozent der Alte. Meine Knochen sind alle wieder zusammengewachsen, aber mein Körper ist noch nicht wieder ganz fit. Mit dem ersten Rennen war ich echt happy. Im zweiten hat dann mein Arm ein wenig Probleme gemacht. So ein ganzes Wochenende war ihm dann wohl ein wenig viel. Es war eben doch eine schwerere Verletzung.»
Während sich auf den Rennen sein Team um sein Wohlbefinden kümmert und inzwischen auch in Sache Tape-Verband gut ausgebildet ist, vertraut er in seiner Heimat auf die Unterstützung des Olympiastützpunktes von Estonia. «Die haben sich toll um alles gekümmert», berichtet Soomer. «Von der Operation bis hin zur Reha.» Eine Woche bleiben Soomer nun noch, um sich wieder in Form zu bringen. Am kommenden Sonntag geht die Reise von Estland nach Frankreich, wo man für das Finale der Langstrecken-WM auf ihn zählt. Mit dem 24-Stunden hat er einen ordentlichen Brocken vor sich.
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