Euro Moto Superbike
Nürburgring: Schrötter macht Druck, doch Smits hat Antworten und gewinnt
Nach Sieg 1 und 2 in Assen packte Twan Smits bei der Euro Moto Superbike Sieg 3 und 4 obendrauf. Der vorzeitige Meistertitel fiel nach 40 Punkten durch Marcel Schrötter für Tulovic aus.
Bis kurz vor 16 Uhr mussten sich die Piloten der Euro Moto Superbike gedulden, bis sie mit Rennen 2 wieder auf die Strecke durften. Twan Smits vom Team Apreco war in Lauf 1 zwar massiv unter Druck des GERT56-Piloten Marcel Schrötter geraten, konnte aber dennoch den Sieg einkassieren. Lediglich durch Lukas Tulovic getrennt nahmen die beiden für Rennen 2 wieder in der ersten Startreihe Platz. Für Tulovic ging es im zweiten Rennen erstmals um die Meisterschaftswurst. Mit einem Vorsprung von 37,5 Punkten ging es ins Rennen. Schrötter wollte ihm als Zweiter in der Tabelle die Sause aber verderben und die Entscheidung bis zum Finale nach Hockenheim verschieben.
Nach dem Start blieb Smits innen, Tulovic versuchte es außenherum. Schrötter und Reiterberger mussten im Feld ordentlich zaubern, um auf den ersten Metern nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Nach zwei Runden hatten sich die Vier vorne sortiert und die von Jan-Ole Jähnig angeführten Verfolgergruppe um eine Sekunde hinter sich gelassen. Gar nicht gut lief es für Toni Finsterbusch, der in der Anfangsphase strauchelte und am Ende des Feldes gelandet war.
Smits konnte sich minimal von Tulovic, Schrötter und Reiterberger absetzen, doch Entwarnung konnte der Niederländer noch nicht vermelden. Das Verfolger-Trio machte gemeinsame Sache und hielt sich nicht mit unnötigen Spielereien auf. Doch Smits gab seiner mit sämtlichen Concession-Teilen aufgemotzten Yamaha ordentlich die Sporen und konnte seinen Vorsprung Meter für Meter ausbauen. Tulovic geriet verstärkt unter Druck von Schrötter. Reiterberger war nach dem ersten Drittel nicht mehr ganz so flott und richtete sich auf dem vierten Rang ein.
Zur Halbzeit waren vor allem Tulovic und Schrötter die bestimmenden Showmaster. Auch wenn das den Sieg-Ambitionen des Niederländers in die Karten spielte. Eingangs in die zehnte von 18 Runden presste sich Schrötter mit einem deftigen Spätbremsmanöver an Tulovic vorbei. Reiterberger witterte seine Chance und ackerte sich ebenfalls wieder an das Duo heran. Finsterbusch war derweil wieder in den Top Ten angekommen, hatte aber massige sechs Sekunden vor sich zu Kevin Orgis.
Reiterberger machte vor allem im ersten Sektor Zeit gut und passend zu den letzten fünf Runden waren Schrötter, Tulovic und Reiterberger Rad an Rad unterwegs. Vier Sekunden vorne dran machte Smits sein Zeug und nahm ein wenig Gas raus. In Runde 14 holte sich der Ducati-Pilot seinen zweiten Platz wieder und Schrötter bekam es mit Reiterberger zu tun. Ein Angriff Bayer gegen Bayer nur eine Frage der Zeit. Bevor es dazu kam, war Schrötter plötzlich wieder in Schlagdistanz in Richtung Tulovic. Eingangs der letzten Runde setzte Schrötter ein erfolgreiches Bremsmanöver, Tulovic musste aufmachen und erntete am Ende den dritten Rang,
Doppelsieg für Twan Smits. Platz 2 für Marcel Schrötter und Rang 3 für Lukas Tulovic. Markus Reiterberger blieb Vierter. Damit ging die Meisterschaftsentscheidung zum Finale auf den Hockenheimring.
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