Jorge Martin überzeugt: In Goiânia zählt der Fahrer – nicht das Motorrad
Jorge Martin konnte im MotoGP-Zeittraining in Brasilien auf der Aprilia RS-GP überzeugen und zog direkt ins Q2 ein. Er outete sich als Fan der neuen Rennstrecke, die für Überraschungen sorgen könnte.
Aprilia-Werkspilot Jorge Martin erwischte unter schwierigen Bedingungen einen starken Start ins Brasilien-Wochenende. Der Freitag stellte sich für die Akteure als tückisch heraus. Auf dem neuen Asphalt in Goiânia fand der Spanier trotz ständig wechselnder Grip-Verhältnisse schnell vertrauen und sorgte für die viertbeste Zeit in 1:21,566 min.
Jorge Martin von neuer Strecke begeistert – Kreativität der Piloten gefragt
«Die Strecke ist fantastisch, ich genieße sie», gab sich der Weltmeister von 2024 als Fan der neuen Saisonstation zu erkennen. «Es gibt nicht viele Bodenwellen, und unter komplett trockenen Bedingungen würde es hier richtig Spaß machen zu fahren.» Doch genau diese Bedingungen blieben am Freitag aus. Nur im Zeittraining am Nachmittag bot die Strecke für einige Minuten trockene Bedingungen, ehe erneut Regentropfen auf den Asphalt fielen. «Es war extrem schwierig, es wurde nie zu 100 Prozent trocken. Es gab immer wieder feuchte Stellen – und das ist für uns heikel.»
Als besonders kritisch sei der Wechsel zwischen trockenen und nassen Passagen gewesen: «Du bringst den Reifen auf Betriebstemperatur, aber dann fährst du über eine feuchte Stelle und alles fängt an zu rutschen. Das ist gefährlich und es ist sehr leicht, einen Fehler zu machen.» Trotzdem zeigte sich der Spanier konkurrenzfähig und kam schnell auf Tempo. «Insgesamt fühle ich mich schnell, das Vertrauen war von Anfang an vorhanden. Ich habe hier einige gute Linien gefunden. Es geht jetzt darum, an Details zu arbeiten.»
Das Layout der neuen Strecke hinterließ einen guten Eindruck auf Martin. «Es ist ganz anders als das, was wir gewohnt sind. Die Strecke ist kurz, aber sehr flüssig. Der dritte Sektor ist etwas langsamer, aber genau das ist gut für Überholmanöver. Man kann hier kreativ fahren und unterschiedliche Linien wählen.»
Aprilia RS-GP wie ein Rennpferd – der Pilot macht den Unterschied
Für den Samstag gilt es, eine passende Abstimmung zu finden. «Heute war das Bike wie ein Rennpferd», verglich er die RS-GP passend. «Wir müssen alles etwas beruhigen, damit wir auch 30 Runden fahren können. Dafür brauchst du ein ruhigeres Motorrad, sonst erschöpfst du dich schnell.»
«Auf einer neuen Strecke kommt es mehr auf den Piloten an – darauf, schnell Referenzen zu finden», erklärte Martin und fügte hinzu: «Ich glaube nicht, dass das Motorrad hier den großen Unterschied macht. Vielleicht sehen wir deshalb auch Yamaha oder Honda vorne mitkämpfen.»
Dass er den direkten Einzug ins Q2 geschafft hat, bewertet der Aprilia-Pilot als entscheidenden Vorteil: «Für mich ist es wichtig, im Q2 zu sein. Q1 ist immer ein Risiko. Das Ziel ist, morgen 100 Prozent auf dieser einen Runde zu geben und die ersten beiden Startreihen zu erreichen.»
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