Keine Strafe für Arvid Lindblad, Liam Lawson ist baff: Racing Bulls-Zoff
Schlechte Stimmung bei den Racing Bulls nach dem Aserbaidschan-GP: Im Durcheinander des Unfalls Colapinto/Gasly/Norris schubste Arvid Lindblad ausgerechnet Liam Lawson weg, der konnte es kaum glauben.
Der 19-jährige Engländer Arvid Lindblad wurde bei Grossen Preis von Aserbaidschan Siebter, sein zweitbestes F1-Ergebnis nach P6 in Monaco. Aber der Brite hatte nach dem Baku-GP ein schlechtes Gewissen.
Im Durcheinander des Colapinto-Rammstosses gegen Gasly (der dann in Norris geschubst wurde), stubste Lindblad ausgerechnet seinen Racing Bulls-Stallgefährten Liam Lawson in einen Dreher. Der Neuseeländer wurde nur Zwölfter.
Nach dem GP schimpfte Liam: «Als ich in Kurve 1 einfuhr, hatte ich keine Leistung, sodass Esteban Ocon direkt neben mir war. Ich habe versucht, ihm Platz zu machen, und dann wurde ich von links so heftig gerammt, dass ein Loch im Boden meines Autos entstand. Ich weiss nicht so recht, was da passiert ist.»
«Ich habe immer versucht, Platz zu lassen, und es ging dieses Jahr offensichtlich an manchen Stellen ziemlich aggressiv zu und her, aber ich weiss nicht – dort in Kurve 1 zu versuchen, sich so zwischen zwei Autos hindurch zu quetschen? Ich glaube nicht, dass das jemals wirklich geklappt hätte.»
Der junge Lindblad sagte: «Wie man hier in Baku bei fast allen Neustarts nach einer Safety Car-Phase sieht, geht es in Kurve 1 immer ziemlich chaotisch zu. Ich weiss nicht, was ganz vorne passiert ist, aber das wurde insofern ziemlich schlecht gemanagt, als das Feld nicht dicht beieinander war. Von unserer Position aus – ich und Ocon und Bearman – sind wir auf der Geraden etwa drei Mal losgefahren, haben gebremst und sind wieder losgefahren. Es herrschte also völliges Chaos, und die Batterie war deswegen nicht im optimalen Bereich.»
«Alle haben in Kurve 1 etwas zu spät gebremst, und ich wollte gerade an Esteban vorbeiziehen, als er in letzter Sekunde auswich, im Grunde genommen während des Bremsvorgangs, sodass ich ausweichen musste, was dazu führte, dass ich die Vorderräder leicht blockieren und Liam rammte.»
«Ich habe mich natürlich bei ihm entschuldigt, ich habe mich auch beim Team entschuldigt, denn an diesem Tag hätten beide in die Top-Ten fahren können.»
Die Regelhüter sahen sich die Szene an und kamen zum Schluss: keiner Strafe würdig, «aufgrund des begrenzten Platzes, der Lindblad zur Verfügung stand, ausgelöst durch den Vorfall vor ihm».
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