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Marvin Fritz (YART) erwartet Suzuka-Regenlotterie: «Wir stehen super da!»

YART-Pilot Marvin Fritz zieht nach den Testtagen in Suzuka ein positives Fazit. Der Titelverteidiger sieht sein Team gut vorbereitet, rechnet am Rennwochenende aber mit einer Wetterlotterie.

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Die beiden offiziellen Testtage für die 8 Stunden von Suzuka, der dritten von vier Stationen der Langstrecken-WM (EWC) 2026, verliefen aus Sicht des Titelverteidigers YART erfolgreich. Während der Dienstag komplett im Trockenen stattfand, sorgte Regen am Mittwoch für wertvolle Erkenntnisse unter wechselhaften Bedingungen. Für Marvin Fritz steht fest: Das Tempo ist 2026 deutlich höher als noch vor einem Jahr.

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«Es ist in diesem Jahr nicht ganz so warm wie gewohnt. Dafür ist es brutal schwül, es regnet viel», berichtete der Deutsche im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. Den ersten Testtag nutzte YART, um das Motorrad unter konstanten Bedingungen weiterzuentwickeln. «Am ersten Testtag war es komplett trocken. Wir konnten intensiv testen und hatten an jedem der beiden Testtage sechs Stunden. Im Trockenen waren wir sehr schnell, auch mit gebrauchten Reifen. Das war richtig positiv.»

Am Mittwoch änderten sich die Bedingungen grundlegend. Ab der Mittagszeit setzte Regen ein, wodurch der Fokus auf die Abstimmung für nasse Verhältnisse gelegt wurde. «Das ermöglichte viele Runden im Nassen. Wir absolvierten einige Longruns mit etwa 15 Runden pro Stint. Es gab viele Stürze und Abbrüche. Dennoch konnten wir viel testen und haben unser Setup vom letzten Jahr verbessert.»

Marvin Fritz mit gebrauchten Reifen sehr schnell

Besonders zufrieden zeigte sich Fritz mit der Ausgeglichenheit innerhalb des Fahrertrios. Seine Teamkollegen Karel Hanika und Leandro Mercado fuhren das gleiche Tempo «Wir waren alle schnell und fuhren bis auf ein Zehntel identische Rundenzeiten.» Auch seine eigene Pace stimmte den 33-Jährigen optimistisch. «Ich bin mit gebrauchten Reifen meine persönliche Bestzeit gefahren: 2:05,2 Minuten. Das war richtig schnell.»

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Nach Einschätzung des Deutschen kommen gleich mehrere Faktoren zusammen, die in diesem Jahr für ein deutlich höheres Renntempo sorgen. «Das Renntempo ist in diesem Jahr aufgrund der nicht so großen Hitze eineinhalb oder zwei Sekunden schneller. Das macht einen riesigen Unterschied aus.» Hinzu komme die vollständig erneuerte Asphaltdecke. Nachdem bereits im Vorjahr die erste Streckenhälfte neu asphaltiert worden war, erhielt nun auch der zweite Abschnitt einen neuen Belag. «Das macht auch einen großen Unterschied aus, etwa eine halbe Sekunde pro Runde. Das Tempo ist also höher.»

Neben der Konkurrenz dürfte vor allem das Wetter zum entscheidenden Faktor werden. Für Freitag und insbesondere den Sonntag prognostizieren die Meteorologen viel Regen. «Ab Freitag gibt es eine erhöhte Regenwahrscheinlichkeit. Vor allem für Sonntag wird viel Regen gemeldet. Im Regen kann über acht Stunden viel passieren. Das wissen wir alle.»

Kann YART für eine WM-Vorentscheidung sorgen?

Als Spitzenreiter der Langstrecken-Weltmeisterschaft verfolgt YART in Suzuka vor allem ein strategisches Ziel. «Deshalb wollen wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren. Unser Ziel ist klar: Wir wollen wie in Spa so viele Punkte wie möglich mitnehmen, damit wir unseren Vorsprung beibehalten oder vielleicht sogar vergrößern. Das wäre ein Traum mit Blick auf das Bol d’Or.»

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Entsprechend positiv ist die Stimmung innerhalb des Teams. «Wir stehen super da und haben ein super Gefühl», sagte Fritz. Dabei wartet bereits am Freitag ein Mammutprogramm mit freiem Training, zwei Qualifyings und dem Nachttraining. «Es wird ein harter Tag», so Fritz.

Auch auf das für Samstag geplante Top-10-Trial richtet sich der Blick von Fritz. An das Einzelzeitfahren hat der YART-Pilot beste Erinnerungen, nachdem er sich dort 2024 die Pole-Position vor MotoGP-Laufsieger Johann Zarco gesichert hatte. In diesem Jahr hält er eine Durchführung allerdings für unwahrscheinlich.

«Für das Top-10-Trial brauchen wir für zwei Stunden stabile Bedingungen und das finden wir aktuell nicht vor. Das Wetter ändert sich alle zehn Minuten. Deshalb denke ich, dass das Top-10-Trial in diesem Jahr gestrichen wird und wir ein normales Qualifying für die Top 10 geben wird.»

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