Euro Moto Superbike
Twan Smits: «Pole und Doppelsieg – es war eine lange Reise bis hier hin»
Nach seinem Sturz im ersten Rennen der Euro Moto Superbike in Assen hatte der Österreicher die Mittagspause seiner Crew gestrichen. Doch fürs zweite Rennen war die BMW wieder fit.
Jan Mohr hatte mit knapp 900 Kilometern die längste Anreise im Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW. Doch nachdem er die Rennen auf dem von ihm ungeliebten Kurs von Oschersleben vor zwei Wochen einigermaßen hinter sich gebracht hatte, dürfte die Reiselaune in Richtung Assen um einiges besser gewesen sein. Im Pre Practice der Euro Moto Superbike gelang dem BWM-Piloten aus Österreich auch ohne größere Probleme der sofortige Sprung in die begehrte Superpole 2. Dort eroberte er sich den siebten Startplatz und durfte somit aus der dritten Startreihe los.
Sein erstes Rennen sah gut aus. Er hatte sich nach wenigen Runden auf dem neunten Platz eingenistet, doch die Fahrt Richtung Top-Ten-Platz endete im Kies. In der letzten Runde sah man den Österreicher plötzlich als Fußgänger über die Monitore marschieren. «Ich habe das Rennen durchgepusht», schildert er seinen Sonntag. «Auch wenn mir der Abstand zur Spitze nach wie vor zu groß war, lief es schon im Training super und wir hatten noch ein bisschen was gefunden. Im Rennen habe ich schon gemerkt, dass mein Vorderreifen abbaut. Gegen Ende wurde Kevin Orgis vor mir etwas langsamer, den wollte ich dann unbedingt noch schnappen.» Zuviel des Guten für den Vorderreifen. Mohr verlor ohne Feindkontakt oder Attacke auf Orgis die Kontrolle über das Vorderrad und landete auf dem Hosenboden.
Bis zum zweiten Rennen war die BWM wieder fit und Mohr lobte seine Mannschaft. «Ohne die könnte ich vielleicht in drei Wochen wieder fahren, wenn ich das selbst hätte richten müssen. Volle Attacke im zweiten Rennen.» Da hatte er aber nicht mit dem beim Start nach vorne preschenden Florian Alt gerechnet. «In der ersten Kurve habe ich alles verbockt», so Mohr. «Flo hatte einen Granaten-Start, ich wollte außen dagegenhalten. Er zog dann direkt rüber, ich wollte in seinen Windschatten und war wohl etwas spät und kam weit raus. Der Schwung war weg und nach dem Crash aus Rennen 1 musste ich erst meinen Rhythmus wieder aufbauen. Ab Rennmitte war ich ohne großes Risiko unterwegs und kam als Neunter im Ziel an.»
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