Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

  1. Start
  2. /

  3. MotoGP
  4. /

  5. Moto3
  6. /

  7. News

Werbung

Happy Birthday! Deutscher Grand-Prix-Sieger Steve Jenkner ist 50!

Am 28. Juni 2003 schlug in Assen Steve Jenkners große Stunde, als der Rennfloh vom Sachsenring im Rennen der 125-ccm-Klasse seine ersten und einzigen GP-Sieg feierte. Heute wurde er 50.

Moto3

Im Artikel erwähnt


Werbung

Werbung

Steve Jenkner wurde am 31. Mai 1976 unweit seiner Heimatstadt Hohenstein-Ernstthal im Kreiskrankenhaus Lichtenstein geboren. Er war einer von vielen Jungen und teilweise auch Mädchen, die den Motorsport durch das Leben am Sachsenring von frühester Kindheit an quasi eingeimpft bekamen. «Wenn man, wie wir, im Innenring wohnte, konnte man ja einmal im Jahr nicht weg. Ich bin damals auf ein Garagendach gestiegen und habe von da aus zugeschaut. Ich bin dann mit elf, zwölf Jahren auch regelmäßig mit dem Fahrrad zum Fahrschulübungsplatz am alten Sachsenring gefahren und habe bei den ersten Mini-Bike-Rennen zugeschaut. Da ist zum Beispiel auch ein Kind (Jarno Müller, Anm. d. A.) mitgefahren und hat auch mal gewonnen. Das hat mir mega gefallen, sodass ich meinen Vater so lange genervt habe, bis er mir auch so ein Ding zusammengesägt und gebaut hat», erinnert er sich noch heute an seine Anfänge 1989.

Werbung

Werbung

Da sein Vater aber nicht immer Zeit hatte, ist der kleine Steve nicht selten allein mit Fahrrad, Fahrradanhänger, seinem Mini Bike mit den kleinen Sackkarrenrädern und Benzinkanister über den alten Sachsenring zum Fahrschulübungsplatz gefahren. Durch die unebene Topografie, ein ziemlicher Kraftakt.

Ein ganz wichtiger Mann war damals Thomas Krauß, der die hiesige Mini-Bike-Szene in der Wendezeit zusammengehalten hat, bis man dann 1993 geschlossen unter das Dach des AMC Sachsenring schlüpfte. Durch den Verein sowie den ADAC Sachsen bekam das Ganze offiziellen Charakter und viel bessere Strukturen. In jenem Jahr gewann Steve Jenkner die noch regionale Mini-Bike-Serie.

Ebenfalls 1993 wurde der ADAC Junior Cup aus der Taufe gehoben und da Steve Jenkner neue sportliche Ziele suchte, kam ihm dies gerade recht. «In diesem waren die 125er-Serien-Aprilias zahlenmäßig überlegen. Da ich nach meinem Gewinn der Mini-Bike-Serie vom ADAC Sachsen etwas Unterstützung bekam, habe ich dann mit meinem Vater Aprilia-Händler in der Region abgeklappert und wollte so eine Aprilia günstig erstehen und auch etwas technische Unterstützung, weil wir selbst nicht viel Ahnung hatten. Dann war das Projekt schon fast gestorben, bis ich bei Zweirad Markert in Grüna eine Suzuki RG 125 im Schaufenster habe stehen sehen. Da er ohnehin ein Team machen wollte, sind wir schließlich zusammengekommen.»

Werbung

Werbung

Vorm Saisonfinale lag Steve Jenkner auf Tabellenrang drei. Rechnerich war sogar noch der Gesamtsieg möglich, doch im Wissen, dass die ersten drei Jahres aus der Klasse raus mussten und die Jenkners im Folgejahr finanziell nichts anderes hätten fahren können, ist er beim letzten Rennen absichtlich ausgefallen. «Als ich rausgefahren bin, war der Meisterschaftsleader gestürzt. Wäre ich durchgefahren, hätte es sogar mit dem Titel geklappt. Dann hätte ich zwar raus gemusst, hätte aber als Meister eventuell eine Förderung gekriegt.»

So ging es für ihn nach dem künstlich herbeigeführten vierten Rang im darauffolgenden Jahr 1995 noch einmal im ADAC Junior Cup rund. Zwar wurde er am Jahresende nur Gesamtdritter, aber beim Schlüsselrennen im tschechischen Most wusste er, wo der ADAC-Fahrerscout Harald Eckl stand und ist dort immer besonders gut gefahren. Ursprünglich hatte der ADAC Sachsen ein Honda-Team für die 125er-DM 1996 geplant. Doch da er in Most Harald Eckl offensichtlich ziemlich beindruckt hatte, wurde er mit ADAC-Sachsen-Unterstützung ins Eckl-Junior-Team aufgenommen.

Von Beginn war er in professionellen Händen und auf dem Weg nach oben.Allerdings hätte seine Karriere auch schnell vorbei sein können. Nach nur zwei Rennen zur Ersatz-Europameisterschaft «Ducados Open» in Spanien und weiteren zur Deutschen Meisterschaft, unter anderem auf dem neuen Sachsenring, stand bereits sein erster WM-Einsatz als Wild-Card-Fahrer auf dem Nürburgring an. Dabei hatte er allerdings schon im Training einen Crash, bei dem er mit dem rechten Fuß in Hinterrad seiner Aprilia geriet und sich dabei das Fußgelenk zertrümmerte. Trotz eines Krankenhausaufenthaltes von einem halben Jahr, hat er bis heute damit Probleme.

Glücklicherweise hielten Harald Eckl und der ADAC Sachsen an ihm fest, sodass er ab 1997 sogar zu seiner ersten kompletten 125er-WM-Saison kam und seine Karriere doch noch Fahrt aufnehmen konnte.

Werbung

Werbung

Beim fünften Saisonrennen auf dem A1-Ring bei Spielberg in Österreichs Steiermark, des heutigen Red Bull Rings, hatte der sächsische Rennfloh (1,62 m) am Trainingssamstag seinen 21. Geburtstag gefeiert und sich tags darauf mit seinem ersten WM-Punkt selbst beschenkt. Bis zum Saisonende konnte er weitere 19 Zähler auf sein Konto bringen. In der Endabrechnung belegte er damit Rang 19.

Mit den weiteren Endrängen 17 (1998), 15 (1999) und 13 (2000) pirschte er sich nach und nach, für den einen oder anderen etwas zu langsam, an die Top-10 heran.2001 feierte der Hohenstein-Ernstthaler in Assen als Dritter seinen ersten von insgesamt 14 WM-Podestplätzen.

Seinen schönsten und emotionalsten Moment erlebte Steve Jenkner 2002 bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring, wiederum als Dritter. Ein weiteres Jahr später war wiederum Assen für ihn ein gutes Pflaster, als er das Regenrennen gewann und so seinen ersten, leider auch einzigen Grand-Prix-Sieg feierte.

Werbung

Werbung

Danach stand halb Hohenstein-Ernstthal gleich wieder Kopf, als anlässlich dieses Sieges wurde kurzfristig ein Empfang auf dem Altmarkt der Karl-May-Stadt organisiert und der Held gebührend gefeiert wurde. Diesem war auch diese Sache ein wenig unangenehm, denn öffentliche Termine waren nie sein Ding.

Sein besten WM-Jahre insgesamt waren 2002, 2003 und 2004, die er mit 168, 152 und 122 Punkten auf den Endrängen fünf, sechs und acht beendete.

Nachdem für seine 125-ccm-Klasse ein Maximalalter eingeführt wurde, musste er am Jahresende 2004 die Achtelliterkategorie verlassen. Nach einer unbefriedigenden Saison bei den 250ern (13 WM-Punkte, Endrang 23) hängte Steve Jenkner den Helm an den Nagel.

Nach vielen Stationen in den MotoGP und/oder Superbike-WM-Paddocks dieser Welt als Techniker und der parallelen Selbstständigkeit mit seiner direkt am Sachsenring ansässigen Firma Racespare.com arbeitet er heutzutage unter anderem als Öhlins-Techniker im Honda-HRC-Testteam. Natürlich begleitete er auch seinen Sohn Moritz die letzten Jahre bei dessen Einsätzen im Rennsport.

Werbung

Werbung

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

Aktueller Stand

Voller Stand
  1. Fahrer

  2. Teams

  3. Konstrukteure

2026202520242023

Pos

Fahrer

Team

Punkte

1

Maximo Quiles

CFMOTO Aspar Team

140

2

Adrián Fernández

Leopard Racing

76

3

Alvaro Carpe

Red Bull KTM Ajo

73

4

Marco Morelli

CFMOTO Aspar Team

58

5

Veda Pratama

Honda Team Asia

58

6

Valentin Perrone

Red Bull KTM Tech3

56

7

David Almansa

-

52

8

Guido Pini

Leopard Racing

46

9

Brian Uriarte

Red Bull KTM Ajo

42

10

David Muñoz

Liqui Moly Dynavolt Intact GP

38

Events

Alle Moto3 Events
  • Vergangen

    Grand Prix de France

    Le Mans, Frankreich
    08.–10.05.2026
  • Vergangen

    Catalan Grand Prix

    Circuit de Barcelona-Catalunya, Spanien
    15.–17.05.2026
  • Alvaro Carpe Moto3

    Live

    Gran Premio d'Italia

    Mugello Circuit, Italien
    29.–31.05.2026
  • Demnächst

    Grand Prix of Hungary

    Balaton Park Circuit, Ungarn
    05.–07.06.2026
  • Grand Prix of Czechia

    Automotodrom Brno, Tschechien
    19.–21.06.2026
  1. Vergangen

    Grand Prix de France

    Le Mans, Frankreich
    08.–10.05.2026
  2. Vergangen

    Catalan Grand Prix

    Circuit de Barcelona-Catalunya, Spanien
    15.–17.05.2026
  3. Alvaro Carpe Moto3

    Live

    Gran Premio d'Italia

    Mugello Circuit, Italien
    29.–31.05.2026
  4. Demnächst

    Grand Prix of Hungary

    Balaton Park Circuit, Ungarn
    05.–07.06.2026
  5. Grand Prix of Czechia

    Automotodrom Brno, Tschechien
    19.–21.06.2026

MotoGP News

Alle News

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.

    Berichte & Analysen

    Redaktion

    Serien