Toprak Razgatlioglu (17.) kritisiert Michelin: «Ein dummer Sturz!»
Ein Trainings-Crash und Rang 17 im MotoGP-Sprint: Am Samstag lief für Toprak in Mugello wenig zusammen. Zu den Michelin-Reifen findet er kein Vertrauen mehr. 25 Sekunden Rückstand nach 11 Runden!
Schon im Training in Mugello passierte das erste Unglück für Toprak Razgatlioglu in der MotoGP. Beim Üben des Rennstarts blockierte das Vorderrad. Razgatlioglu versuchte, das Vorderrad anzuheben – doch auf der Geraden verlor er die Kontrolle über die Yamaha M1. Zunächst wurde vermutet, ein Stoppie sei schiefgelaufen, was er relativierte: «Nein, das war mein Fehler. Beim Anbremsen für den Start blockierte das Vorderrad. Ich wollte es anheben, verlor beim zweiten Bremsversuch aber die Kontrolle auf der Geraden.» Er entschuldigte sich bei seinem Team, denn der Schaden war beträchtlich: «Das Bike war komplett zerstört. Das war ein dummer Sturz, ich bin wütend.»
Toprak kritisiert Michelin – er hat kein Vertrauen in die Reifen
Die Folgen des Crashs wirkten nach. «Es ist schwierig, das Vertrauen nach einem solchen Sturz hochzuhalten. Ich vertraue dem Vorderreifen nicht, besonders auf dieser Strecke mit den langen Kurven. Wenn auf der Geraden das Vorderrad blockiert – wie soll ich dann in der Kurve vertrauen?» Seinen Frust über Michelin ließ er durchblicken: «Ich bin immer noch wütend.»
Im Sprint klassierte sich Razgatlioglu auf P17 ein – 25 Sekunden hinter Sieger Raul Fernandez (Aprilia) und 8 Sekunden hinter dem schnellsten Yamaha-Kollegen Alex Rins. Am Top-Speed lag es nicht nur: Mit 358,8 km/h auf der Geraden war er nur 1,2 km/h langsamer als Fabio Di Giannantonio auf der Ducati, der auf das Podium fuhr. Einige Ducati waren sogar noch langsamer.
Blick auf 2027: «Pirelli ist sicherer»
Es ist aber das Gesamtpaket, was der Yamaha M1 fehlt. «Ich verliere nur in Kurve 5 am Kurvenausgang, in den Kurven 8 und 9 sowie der letzten Kurve viel Zeit. Aber diese drei Stellen machen fast eine Sekunde aus.» Rins profitierte im Training von dem Windschatten eines Konkurrenten. Positiv bewertete er, dass er sich in den Kurven 2 bis 6 deutlich verbessert habe. «Wenn wir am Sonntag diese Stelle nachbessern, machen wir vielleicht einen großen Schritt, und fahren mit den anderen Yamaha-Fahrern mit.»
Den Trost sucht Razgatlioglu in der Zukunft. Auf die 850-ccm-Ära mit Pirelli-Reifen angesprochen, zeigte er sich optimistisch: «Pirelli ist sicherer und bietet viel besseren Grip. Aber der Fahrstil in der MotoGP bleibt derselbe. Du musst mit mehr Kurvengeschwindigkeit fahren.» Die Speziallackierung des Pramac-Teams in Mugello ist an diesem Wochenende wohl der einzige Lichtblick für den Superbike-Weltmeister.
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