Simon Längenfelder (KTM) über Afyon: «Erster Laufsieg seit Sardinien»
MX2-Titelverteidiger Simon Längenfelder (KTM) konnte seit dem Sardinien-Grand-Prix am 12. April keinen Sieg mehr in einem Wertungslauf erringen. In der Türkei wendete sich das Blatt im ersten Lauf.
Simon Längenfelder hat einige schwierige Monate hinter sich. Die Saison 2026 begann richtig gut und in den ersten 4 Grands Prix schien der Weg zur Titelverteidigung reine Formsache zu sein. Doch ab dem 5. WM-Lauf im Trentino wurde es kompliziert. In Lacapelle (6. Grand Prix) verfehlte er das Podium und danach wurde es schwierig. Der letzte Laufsieg für Längenfelder war im zweiten Rennen von Riola Sardo am 12. April. Beim Deutschland-Grand-Prix (WM-Lauf 7) startete er gesundheitlich angeschlagen als (Noch-)WM-Führender und musste ausgerechnet bei seinem Heim-Grand-Prix das Red Plate des WM-Leaders an Sacha Coenen abgeben. Danach gewann Längenfelder noch die Qualifikationsrennen in Portugal, England, Tschechien und Schweden, aber zu einem Sieg in einem Wertungsrennen, bei dem es die meisten Punkte zu ergattern gab, reichte es nicht mehr.
Knoten endlich geplatzt
Nun ist der Knoten endlich geplatzt: Simon Längenfelder kämpfte sich im ersten Lauf in der Türkei an die Spitze zurück und feierte seinen ersten Laufsieg seit dem 12. April. «Die vergangenen Grands Prix waren ziemlich schwierig für mich», erklärte Simon nach dem Rennen in Afyonkarahisar. «Deshalb hat sich dieser Laufsieg richtig gut angefühlt. Im ersten Rennen habe ich alles gegeben und meinen ersten Sieg seit Sardinien geholt. Im zweiten Lauf lag ich auf Rang 3, würgte dann aber den Motor ab. Danach waren die Positionen praktisch bezogen. Die Strecke war zudem etwas tückisch.» Simon beendete den Grand Prix mit einem 1-3-Ergebnis auf dem 2. Platz hinter WM-Leader Guillem Farres (Triumph, 2-1).
«Mit dem zweiten Gesamtrang kann ich zufrieden sein», ergänzte Simon. «Jetzt freue ich mich auf die Überseerennen in China und Australien. Dort ist immer alles ein wenig anders, und etwas Abwechslung tut gut.»
Lage an der Tabellenspitze
Zu WM-Leader Guillem Farres fehlen Simon bei noch zwei ausstehenden Grands Prix 80 Punkte. Die Titelverteidigung ist für ihn damit nur noch mathematisch möglich. Zu Sacha Coenen auf WM-Rang 3 fehlen ihm aber nur 20 Punkte und zu Camden Mc Lellan sind es 30. Damit hätte Längenfelder tatsächlich noch realistische Chancen, die WM auf dem Podium zu beenden.
MX2, Afyonkarahisar:
Guillem Farres (E), Triumph, 2-1, 47 Punkte
Simon Längenfelder (D), KTM, 1-3, 45, (-2)
Liam Everts (B), Husqvarna, 4-2, 40, (-7)
Camden Mc Lellan (ZA), Triumph, 3-4, 38, (-9)
Kay Karssemakers (NL), Kawasaki, 8-5, 29, (-18)
Maxime Grau (F), Honda, 7-6, 29, (-18)
Julius Mikula (CZ), KTM, 5-8, 29, (-18)
WM-Stand nach Event 17 von 19:
Guillem Farres (E), Triumph, 806 Punkte
Camden Mc Lellan (ZA), Triumph, 756, (-50)
Sacha Coenen (B), KTM, 746, (-60)
Simon Längenfelder (D), KTM, 726, (-80)
Liam Everts (B), Husqvarna, 696, (-110)
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