Iker Lecuona: Nie war seine Ducati V4R härter zu fahren als in Magny-Cours
Mit drei weiteren zweiten Plätzen blickt Iker Lecuona auf ein erfolgreiches Superbike-Meeting in Magny-Cours zurück. Seine Set-up-Experimente haben den Ducati-Werkspiloten aber einiges abverlangt.
Nachdem Iker Lecuona in Donington Park im ersten Lauf seinen ersten Superbike-Sieg feierte und anschließend im Superpole-Race seinen ersten Rennsturz in diesem Jahr fabrizierte, nahm der Ducati-Werkspilot in Magny-Cours wieder seine Serie zweiter Plätze auf – zum siebten Mal in der Superbike-WM 2026 kreuzte der Spanier in allen drei Rennen hinter seinem Aruba.it-Teamkollegen auf Platz 2 die Ziellinie.
Und doch war es etwas anders als sonst. Lecuona verabredete mit seinem Teamchef, mehr Wagnisse mit der Fahrwerksabstimmung einzugehen. Frei nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
«Das hatte ich mir für Magny-Cours fest vorgenommen – und zwar egal, ob ich damit gewinne oder zurückfalle. Ich wollte verschiedene Settings ausprobieren», erklärte der 26-Jährige einer kleinen Journalistenrunde. «Für das Warm-up hatten wir das Set-up wirklich komplett umgekrempelt und ich fühlte mich ziemlich gut damit. Es gab kleinere Probleme, die wir versucht haben, für das Sprintrennen zu lösen. Aber nach vier Runden ließ der Grip am Hinterrad und zwei Runden vor dem Ende gab auch der Vorderreifen deutlich nach. Es wurde immer anstrengender, das Bike durch die Kurven zu bringen. Obwohl es nicht unbedingt heiß war, war es das für mich körperlich herausforderndste Rennen des Jahres. Im zweiten Rennen reichte meine Pace nicht aus, um dicht an Nicolò dranzubleiben, aber alles in allem bin ich mit dem Wochenende zufrieden.»
Die drei zweiten Plätze reichten zumindest aus, um den Titelgewinn von Bulega auf das Heimrennen von Ducati in Cremona zu vertagen. Auf der italienischen Piste findet in dieser Woche ein Test statt, an dem auch das Werksteam teilnehmen wird.
«Das ist das Positive, dass ich auch mit Problemen Platz 2 einfahre. Ich muss geduldig sein, denn Nicolò hat einfach diesen kleinen Vorteil mir gegenüber und zudem hat er Magny-Cours viel mehr Erfahrung mit der Ducati als ich», sagte Lecuona. «Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen zufrieden, denn mit den gesammelten Daten können wir arbeiten. Wir haben viele verschiedene Lösungen ausprobiert, die sich in Zukunft als nützlich erweisen könnten, und das war eines der Hauptziele des Wochenendes.»
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