Unglücklicher Sacha Coenen (KTM): «Ein Wochenende zum Vergessen»
Mit seinen Ausfällen in beiden Wertungsläufen beim MXGP of Turkiye in Afyonkarahisar verabschiedete sich Red Bull KTM-Werksfahrer Sacha Coenen aus dem Kampf um dem MX2-WM-Titel.
Zur Erinnerung: Beim Deutschland-Grand-Prix im Talkessel (WM-Lauf 7) übernahm Red Bull KTM-Werksfahrer Sacha Coenen das Redplate des WM-Führenden. Es folgte der Doppelsieg in Southwick (USA) mit gebrochenem Schlüsselbein. Eine Woche später startete der Belgier mit frisch operiertem Schlüsselbein in Foxhills und verlor genau dort die WM-Führung. Nach WM-Lauf 9 in Montevarchi hatte Sacha bereits einen Vorsprung von 41 Punkten gegenüber Guillem Farres. Trotz seiner Schlüsselbein-OP gewann er den 15. WM-Lauf in Uddevalla (Schweden) und meldete sich damit in den Titelkampf zurück. Vor dem Türkei-Grand-Prix hatte er auf Platz 2 noch 25 Punkte Rückstand zu Spitzenreiter Guillem Farres (Triumph).
Pleiten, Pech und Pannen
In der Türkei angekommen, wurde von Magenproblemen heimgesucht, aber immerhin reichte Platz 2 im Qualifikationsrennen hinter Farres, um den Rückstand auf 26 Punkte zu begrenzen.
Probleme schon am Start zum ersten Lauf
Sacha wusste, dass er am Sonntag nur auf Angriff setzen konnte. Das Gatter beim Start zum ersten Lauf fiel spät, Sacha reagierte zu früh. Er fuhr gegen das Gate und musste zurücksetzen, während das Feld ohne ihn auf die Reise ging. Mit Wut im Bauch raste er der Meute hinterher, holte auf und befand sich ausgangs der ersten Runde schon auf Platz 8. Ein Kicker beim Absprung zu einem weiten Table katapultierte ihn über den Lenker. Er stürzte voll auf die Schulter, die vor gerade einmal einem Monat operiert wurde. Glück im Unglück: Die Fixierplatte hielt, es riss auch nichts aus und es gab keine neuen Brüche. Nach einem solchen Abflug und Schmerzen am ganzen Körper im zweiten Lauf den Holeshot zu ziehen, nötigt dem Belgier maximalen Respekt ab. Er kämpfte, doch gegen den heranstürmenden Guillem Farres hatte er nichts mehr entgegenzusetzen. Als Farres an ihm vorbei ging, war Sacha gebrochen und am Ende. Er fuhr direkt in dien Box und gab das Rennen auf.
Lage an der Tabellenspitze
Zwar holte Sacha wegen der niedrigen Teilnehmerzahl trotzdem noch 13 Punkte, doch damit stieg sein Rückstand in der WM-Tabelle dennoch von 26 auf 60 Punkte an. Außerdem fiel er von Tabellenplatz 2 auf Rang 3 zurück. «Das war ein schwieriger Tag», grübelte der Belgier. «Ich habe mich heute früh schon sehr schlecht gefühlt, so dass es schwierig war, die Konzentration auf der Strecke zu halten. Ich habe Glück, dass ich mich bei diesem Crash nicht verletzt habe. Es war ein Wochenende zum Vergessen.»
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