Sepang: Marco Bezzecchi war mit seiner «Braut» auf Anhieb schnell
Einen Tag nach der Vertragsverlängerung mit Aprilia startete Marco Bezzecchi mit der drittschnellsten Zeit in den MotoGP-Test in Sepang. Es war ein gutes Gefühl, wieder auf der RS-GP zu sitzen.
Es war fast schon ein wenig kitschig, als sich Marco Bezzecchi und Aprilia Racing einen Tag vor dem offiziellen MotoGP-Test in Sepang für zwei weitere das Jawort gaben. Überraschend ist die Fortsetzung der Zweisamkeit bis mindestens 2028 allerdings nicht. Die erfolgreiche Partnerschaft begann vor einem Jahr. Die Harmonie passte von Anfang an, «Bez» fühlte sich wohl inmitten der Crew aus Noale. An die RS-GP hatte er sich rasch gewöhnt. Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte, bei der 2025 der dritte WM-Rang herausschaute.
Am 3. Februar drehte Bezzecchi dann auf dem Sepang International Circuit mit seiner schnellen «Braut» die ersten Runden im Jahr 2026. Für die gemeinsame Ausfahrt mit der RS-GP bekam der Italiener am Vortag einen Spezialhelm überreicht – mit einem großen Herz und Marco, der gefühlvoll seine MotoGP-Lady küsst. Als ob die beiden über den Winter nie getrennt gewesen wären, waren sie auf Anhieb schnell – zur Halbzeit des ersten Tages lag das Paar mit +0,407 sec Rückstand auf Alex Marquez (Gresini Ducati) auf Zwischenrang 3.
Viele neue Teile aus Noale
«Es war sehr schön, wieder das MotoGP-Bike zu fahren. Es ist superschnell. Der erste Stint ist immer sehr lässig», schwärmte der 27-Jährige. Wie beurteilt Bezzecchi die Neuerungen an der 2026er-Aprilia? «Ich kann mich nicht beschweren. Es ist aber noch etwas zu früh, um einen eindeutigen Kommentar über das neue Motorrad abzugeben. Die Jungs in Noale haben aber einen guten Job gemacht. Sie haben uns viele Teile zum Ausprobieren mitgebracht. Wir müssen uns aber die Reifen gut einteilen, weil wir nicht so viele zur Verfügung haben. Deshalb können wir nicht sehr viele Runden pro Tag fahren. Wir müssen also gute Runden fahren, die uns ein Verständnis darüber geben, was wir testen.»
Beim Valencia-Test im letzten November hatten Bezzecchi und die anderen Aprilia-Fahrer zwei verschiedene Aerodynamik-Varianten am Heck verbaut. Gibt ihm die Version, die er am ersten Tag in Sepang im Einsatz hat, mehr Stabilität? «Das Heck ist sehr schön», schmunzelte Bezzecchi, ohne näher darauf einzugehen.
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