Nicolo Bulega betont: Leistungen von Toprak Razgatlioglu sind keine Schande
Der dreifache Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu (Yamaha) hat den ungünstigsten Zeitpunkt für den Wechsel in die MotoGP gewählt. Ducati-Ass Nicolo Bulega ordnet die Leistungen des Türken ein.
Durch seinen Stop-and-go-Charakter ist der Balaton Park Circuit in der ungarischen Ferienregion am Plattensee jene Strecke, die am besten zum Fahrstil des dreifachen Superbike-Champions Toprak Razgatlioglu passt. Mit Rang 11 im Grand Prix eroberte der Türke aus dem Team Prima Pramac Yamaha am Sonntag sein bestes MotoGP-Ergebnis, doch das hat er auch den Umständen zu verdanken.
Superbike-WM-Leader Nicolo Bulega, in diesem Jahr
Bulega: «Selbst Quartararo strauchelt mit der Yamaha»
«Yamaha ist nicht auf Toplevel», hielt Bulega gegenüber SPEEDWEEK.com fest. «Sie liegen mit ihrem Motorrad in der MotoGP auf dem letzten Platz. Und selbst ein Champion wie Fabio Quartararo tut sich schwer. Manchmal ist er weiter vorne dabei, dann geht es aber immer rückwärts für ihn. Selbst ein unglaublicher Fahrer wie er, der bereits die achte Saison mit der Yamaha fährt, strauchelt. Toprak fährt seine erste Saison mit der Yamaha, dazu mit Michelin-Reifen, die – das kannst du mir glauben – fundamental anders sind als die Pirelli. Der Fahrstil, den du für sie brauchst, ist das Gegenteil.»
Wenn du von so weit hinten starten musst, dann ist die Motivation nicht großartig.Nicolo Bulega über Toprak
«Manchmal fährt Toprak vor anderen Yamaha-Piloten», hielt Nicolo fest. «Von ihnen, Quartararo mal ausgenommen, ist er nicht weit weg. Und sie verfügen alle über viel MotoGP-Erfahrung. Er nutzt dieses Motorrad erst seit sechs Monaten, deshalb leistet er in meinen Augen keine schlechte Arbeit. Klar ist aber auch: Wenn du von so weit hinten starten musst wie er, dann ist die Motivation nicht großartig. Vor allem für jemanden, der es gewohnt war in der Superbike-WM Rennen zu gewinnen. Nächstes Jahr hat er wieder Pirelli-Reifen, dann kann er seinen normalen Fahrstil besser zur Geltung bringen. Und vielleicht baut Yamaha ja auch ein stärkeres Motorrad. Gelingt das, dann kann er viel weiter vorne fahren – da bin ich mir sicher.»
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