Ai Ogura glänzt in Austin – Motorproblem zerstört Traum vom MotoGP-Podium
Starkes Rennen, beeindruckendes Renntempo: Ai Ogura überzeugt bei der MotoGP in Austin, doch ein Motorproblem verhindert ein mögliches Podium für den Trackhouse-Aprilia-Piloten.
Ai Ogura sorgte beim MotoGP-Rennen in Austin für Aufsehen – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Der Trackhouse-Aprilia-Pilot trat bei seinem Team-Heimrennen in einer speziellen US-Lackierung an und zeigte von Beginn an eine starke Performance.
Von Startplatz 10 aus ins Rennen gegangen, behauptete Ogura seine Position in der Anfangsphase souverän. Doch schon nach wenigen Runden zeichnete sich ab, dass der Japaner deutlich mehr vorhatte. Sein Tempo steigerte sich kontinuierlich, zwischenzeitlich war er sogar der schnellste Fahrer im Feld und fuhr schneller als Spitzenreiter Marco Bezzecchi (Aprilia).
Ogura arbeitete sich durchs Feld und sah das Podium vor sich
Mit beeindruckender Entschlossenheit arbeitete sich Ogura nach vorne: Zunächst überholte er Alex Marquez, anschließend ging er auch an Francesco Bagnaia vorbei. Selbst vor Pole-Setter Fabio Di Giannantonio zeigte der Rookie keinerlei Respekt. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich Ogura bis in die Top-4 nach vorne gearbeitet und schloss mit großen Schritten zu Pedro Acosta (KTM) und Jorge Martin (Aprilia) auf.
Ein Podium schien greifbar nah – vielleicht sogar mehr. «Unser Tempo war gut genug, um ein Podium zu erreichen», erklärte Ogura später und verriet sein Erfolgsrezept: «Ich mache beim Bremsen viel Zeit gut. Die Haftung war deutlich schlechter als am Samstag. Das half mir dabei, das Bremsen perfekt hinzubekommen.» Mit seiner Aprilia RS-GP harmonierte der Japaner wie eine Einheit: «Das Motorrad vermittelte mir sehr viel Vertrauen.»
Drama in Runde 15: Aprilia lieferte eine Entschuldigung
Doch in Runde 15 folgte die bittere Wende: Die Aprilia streikte, Ogura musste das Rennen vorzeitig beenden und an die Box zurückkehren. In der Trackhouse-Box machte sich große Enttäuschung breit, denn die Chance auf ein Spitzenresultat war greifbar gewesen.
Zur genauen Ursache konnte Ogura zunächst keine Angaben machen. Teammanager Davide Brivio lieferte gegenüber TNT Sports jedoch die Erklärung: «Es gab ein Problem mit dem Motor. Der Motor ging in einen Schutzmodus.» Entsprechend niedergeschlagen zeigte sich der Italiener: «Wir sind sehr enttäuscht. Es tut mir richtig leid für Ai, denn er fuhr ein tolles Rennen. Er hätte es aufs Podium geschafft.»
Auch Aprilia-Rennleiter Massimo Rivola meldete sich zu Wort und entschuldigte sich öffentlich: «Ai war schnell genug für das Podium und hätte vielleicht sogar noch mehr erreichen können. Ich möchte mich bei ihm und bei Trackhouse entschuldigen. Es tut mir sehr leid für Justin (Marks), Davide (Brivio) und das gesamte Team.»
Für Ogura bleibt trotz des Ausfalls ein positives Fazit. Der Japaner zeigte sich zwar enttäuscht über das Resultat, wusste aber, dass er wertvolle Erkenntnisse aus dem Rennen mitnehmen kann: «Es war vermutlich das erste Mal, dass ich das Tempo des späteren Siegers fuhr. Es war meine bisher beste Leistung in einem MotoGP-Rennen.»
Teammanager Brivio blickte ebenfalls optimistisch nach vorne: «Ich bin wirklich enttäuscht, doch mein Gefühl ist, dass er es früher oder später schaffen wird.» So bleibt von Austin ein zwiespältiger Eindruck: ein enttäuschendes Ergebnis – aber zugleich der klare Beweis, dass Ai Ogura in der MotoGP endgültig angekommen ist.
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