Bastianini glänzte beim Barcelona-Test: Wichtige Schwachstelle aussortiert
Nach dem enttäuschenden Barcelona-Wochenende meldete sich Enea Bastianini beim MotoGP-Test stark zurück. Der Tech3-KTM-Pilot arbeitete gezielt an einem entscheidenden Problem.
Das zurückliegende Barcelona-Wochenende verlief für Enea Bastianini enttäuschend. Der Tech3-KTM-Pilot blieb ohne WM-Punkte, wurde im Sprint nur Zehnter und konnte nach dem Rennabbruch am Sonntag nicht mehr am Neustart teilnehmen. Umso wichtiger war für den Italiener der MotoGP-Test am Montag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.
Dabei konzentrierte sich Bastianini bewusst nicht auf neue Teile. Nach dem umfangreichen Testprogramm in Jerez stand diesmal vor allem Abstimmungsarbeit im Mittelpunkt. Das Ziel war klar definiert: Der Italiener wollte eine seiner größten Schwächen des Rennwochenendes beseitigen. Markenkollege Pedro Acosta war erneut die Referenz.
Klare Aufgabe für den Test in Katalonien
«Wir haben nichts Besonderes getestet. Wir hatten den Test in Jerez, der nicht weit zurückliegt», erklärte Bastianini. «Wir testeten etwas bei der Abstimmung. Am Rennwochenende spürte ich, dass ich am Kurveneingang Zeit auf Pedro verliere. Deshalb versuchte ich beim Test, in diesem Bereich etwas zu finden.»
Vor allem beim Anbremsen und Einlenken sah der ehemalige Ducati-Werkspilot deutlichen Nachholbedarf gegenüber KTM-Markenkollege Acosta. Entsprechend intensiv arbeitete das Tech3-Team an der Elektronik und dem Verhalten der RC16 beim Kurveneingang.
Die Arbeit zeigte offenbar Wirkung. Bastianini beendete den Test mit der drittschnellsten Zeit und lag lediglich 0,117 Sekunden hinter Acosta. «Unterm Strich war ich zufrieden, weil wir das verbessern konnten. Zudem beschäftigten wir uns intensiv mit der Motorbremse», berichtete der Italiener zufrieden.
Nach dem chaotischen Rennsonntag sei der Test zudem wichtig gewesen, um mental einen Neustart einzuleiten. «Nach einem schwierigen Sonntag – es war für alle ein schwieriger Tag – konnten wir uns beim Test neu zurücksetzen.»
Null Punkte in Barcelona spiegeln Bastianinis Potenzial nicht wider
Interessant war dabei vor allem Bastianinis Einschätzung seiner tatsächlichen Performance am Rennwochenende. Der KTM-Pilot ist überzeugt, dass sein Potenzial deutlich höher war, als es die Ergebnisse vermuten lassen. «Ich war an diesem Rennwochenende grundlegend schneller, doch wenn ich pushen musste, war ich nicht bereit», gab der ehemalige Moto2-Weltmeister offen zu.
Besonders das Qualifying sieht Bastianini als Schlüsselmoment für das verpatzte Wochenende. «Ich habe mich nicht gut genug für die Zeitenjagd vorbereitet. Mein Potenzial war an diesem Wochenende aber sehr hoch. Das Qualifying hat mein Wochenende nach dem elften Platz am Freitag komprimiert.»
Der starke Testauftritt deutet allerdings darauf hin, dass Bastianini und Tech3-KTM einen wichtigen Schritt gemacht haben. Vor allem die Fortschritte beim Kurveneingang könnten dem Italiener in den kommenden Rennen helfen, sein wahres Potenzial häufiger auszuschöpfen.
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