Aprilia-Pilot Bezzecchi begeistert von Motegi: «Glatt wie ein Billardtisch»
Es war durchaus zu spüren, dass Motegi nicht zu den MotoGP-Hausstrecken von Aprilia zählt. Doch insbesondere dank Marco Bezzecchi hoffen die Italiener auch in Japan auf den ersten Podestplatz.
Kaum zu glauben, aber wahr: Noch nie gelang es einem MotoGP-Piloten auf einer Aprilia aufs Podest beim Japan-GP. Nichts wissen davon wollen die japanischen Piloten, die alle Karten auf Trackhouse-Pilot Ai Ogura setzen. Während es für den Japaner nicht nach Plan losging und auch Raul Fernandez auf der zweiten Kunden-Aprilia das Q2 verpasste, erlebte die Aprilia-Werksmannschaft einen vielversprechenden Auftakt.
Schon im FP1 hatten Jorge Martin und Marco Bezzecchi mit den Positionen 2 und 3 einen sehr guten Einstand geschafft, der sich auch im wichtigen Zeittraining fortsetzte. Marco Bezzecchi, Dritter in der WM-Tabelle hinter Martin und Champion Marc Marquez, gab in der einstündigen Sitzung lange den Ton an. Mehrfach verbesserte der Lockenkopf die Bestzeit und trotz engster Zeitabstände wurde Bezzecchi bis fünf Minuten vor Schluss auf P1 notiert.
Doch mit der letzten Welle an Zeitattacke wurde «Bez» gleich dreifach überrollt. Erst ging Spielberg-Sieger Acosta in Führung, dann folgten die Marquez-Brüder. Mit einem Rückstand 0,21 Sekunden auf Alex Marquez blieb der Nummer 72 Position 4 – was für dich betrachtet ein Riesenerfolg war. Denn damit war Bezzecchi über drei Zehntel schneller als im Q2 vor 12 Monaten.
Im Debrief des Aprilia-Werksfahrers ging es in erster Linie um den Zustand der Rennstrecke. Bezzecchi mit glänzenden Augen: «Die neue Oberfläche ist unglaublich. Glatt wie ein Billardtisch. Es ist ein Meisterwerk der Präzision – typisch japanisch. Allein das heute zu erfahren, war schon etwas Besonderes.»
Optische Täuschung
Bezzecchi lernte aber auch gleich zu Beginn des Tages eine Eigenheit der neuen Oberfläche kennen. Nur mit Riesenglück konnte er nach einem gewaltigen Rutsch einen Sturz vermeiden. «Bez» berichtete: «Am Morgen in den ersten Minuten lag in der Luft ganz leichter Regen – doch die Strecke war komplett trocken. Als ich dann in Kurve 11 ankam, war ich mir durch die dunkle Farbe des neuen Asphalts nicht sicher, ob es trocken ist – und es war leicht nass. Das war verdammt eng – und hätte leicht im Crash enden können.»
Bezzecchis Fazit nach Tag 1: «Es war ein klasse Tag, denn alles hat hingehauen. FP1, Zeittraining und die beiden Zeittacken verliefen ohne Probleme. Ich bin dabei!» Damit bezog sich der Italiener auf die Kollegen um ihn herum. «Dass Alex hier vorne ist, überrascht nicht, er ist bekanntlich sehr gut auf der Bremse. Das gilt auch für Pedro, der hier schon als Rookie richtig schnell war. Und Marc ist sowieso immer da», so die Einschätzung von Bezzecchi, der 2025 immer Vierter wurde und nun realistische Chancen auf die Erfüllung der Mission «Podest» hat.
Zuversicht auch auf der anderen Seite der Garage. Jorge Martin fand als Achter ebenfalls den direkten Weg ins zweite Qualifying fand.
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