Tom Booth-Amos (30) überzeugt: Triumph das beste Supersport-Motorrad
Für drei der vier Triumph-Siege in der Supersport-WM sorgte Tom Booth-Amos. Der Engländer kennt die Stärken und Schwächen der Street Triple 765RS wie kein anderer.
Ob die Vorbereitung von Triumph für das Next-Generation-Reglement in der Supersport-WM frühzeitig in der britischen Serie begann, dominierten bisher andere Marken. Den ersten WM-Titel gewann Nicolò Bulega 2023 auf Ducati, sein Nachfolger Adrian Huertas legte im Folgejahr einen weiteren Titel nach. 2025 dominierte Yamaha-Pilot Stefano Manzi und in diesem Jahr wird wohl Albert Arenas die zweite Weltmeisterschaft mit einer R9 gewinnen.
Hoch gehandelt wurde jedoch auch Triumph. Das britische PTR-Team war Wegbereiter für die Rückkehr von Triumph in die seriennahe Weltmeisterschaft. Teamchef Simon Buckmaster kehrte dafür nach vielen Jahren mit Honda sogar der Weltmeisterschaft den Rücken, um die Street Triple RS765 in der britischen Serie vorzubereiten, in der die Next-Generation-Motorräder schon 2021 erlaubt waren.
Manzi zeigte jedoch 2022 mit einem Sieg und 5 Podestplätzen auf, dass Triumph auf vorderen Plätzen mitmischen kann. Doch der Italiener wechselte anschließend zu Yamaha. Mittlerweile ist Tom Booth-Amos das Aushängeschild der englischen Traditionsmarke. Der 30-Jährige wurde 2025 WM-Vierter und belegt in diesem Jahr den fünften Rang bei noch zwei ausstehenden Rennwochenenden. Unvergessen der Doppelsieg von Booth-Amos beim Heimrennen in Donington Park. Dazu erreichte er vier Podestplätze, zuletzt am Sonntag im zweiten Lauf in Cremona.
«Einerseits bin ich etwas enttäuscht, weil ich den Sieg für möglich hielt. Ich fühlte mich gut und meine Pace war besser als die meiner Gegner», bedauerte Booth-Amos nach Platz 3 im Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Sebastian Fränschzky. «Andererseits bin ich aber auch glücklich über den Podestplatz, denn fünf Runden vor dem Ende bekam ich Unterarmkrämpfe. Ich hatte deswegen schon fünf Operationen, aus irgendeinem Grund kommt es plötzlich wieder. Aber jetzt ist es zu spät, um noch etwas machen zu lassen. Ich werde die Saison zu Ende fahren und es dann erledigen lassen. Mein Motorrad lief super – mit den Yamahas waren wir definitiv auf Augenhöhe.»
Warum kämpft auch Booth-Amos nicht regelmäßig um Podestplätze? «Die Triumph hat nur ein kleines Fenster, in dem es optimal funktioniert. Aber wenn, dann ist es meiner Meinung nach das beste Bike da draußen», erklärte TBA. «Jedes Motorrad hat Stärken und Schwächen und ich versuche immer, die Stärken unserer Maschine optimal auszunutzen und das Beste daraus zu machen. Wahrscheinlich habe ich besser als jeder andere Triumph-Pilot herausgefunden, wie man die Triumph fahren muss.»
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