Platz 2: KTM-Frontmann Acosta auch in Motegi weiter auf dem Vormarsch
Im freien Training war von Pedro Acosta nicht viel zu sehen – doch beim Motegi-Zeittraining meldete sich der Sieger des Österreich-GP eindrucksvoll zurück. Der KTM-Spitzenpilot ist zuversichtlich.
Zum Auftakt des Japan-Grand-Prix hielt sich der gefeierte Österreich-Triumphator Acosta aus gutem Grund noch im Hintergrund. Die Streckenbedingungen waren lange Zeit alles andere als ideal – Honda-Pilot Nakagami war schnell mit Schlüsselbeinbruch außer Gefecht. Mit knapp einer Sekunde Rückstand ließ es der junge Spanier mit Rang 10 beenden. Acosta war damit immer noch bester Pilot der KTM RC16.
Daran änderte sich auch beim wichtigen Zeittraining nichts – doch das Feld rückte wesentlicher enger zusammen. Immer vorne dabei, Pedro Acosta. Noch bevor es in das finale Shootout ging, hatte der zukünftige Ducati-Lenovo-Pilot seine FP1-Zeit deutlich unterboten. Im Finale holte sich Acosta dann sogar zwischenzeitlich den Rundenrekord: 1:42,887 min – schneller war zuvor kein Motorrad-Pilot um den 4801 Meter langen Kurs gekommen.
Dass es am Ende mit weniger als einem Zehntel Rückstand nur Platz 2 im Sandwich der Marquez-Brüder (hinter Alex und vor Marc) wurde, störte den Red Bull-KTM-Athlet nicht im Geringsten: «Ich bin wirklich sehr zufrieden, denn es scheint, wir haben eine sehr gute Basis gefunden. Was uns hier nicht immer gelungen ist. 2024 war es sehr gut, wir waren direkt dabei, aber 2025 hat es nicht so gut gepasst. Jetzt ist das Gefühl wieder eher wie damals – und ich bin damit sehr zufrieden.»
Die Erinnerungen an 2025 halten Acosta aber noch von allzu großem Enthusiasmus ab. Nach gutem Qualifying mit Platz 4 und einer hoffnungsvollen ersten Rennhälfte wurde Acosta im Finale mit überdurchschnittlichem Reifenverschleiß durchgereicht. Der hat sich nach den bisherigen Erkenntnissen aber verbessert. Acosta: «Es stimmt, dass wir aktuell weniger Probleme haben. Das Motorrad geht freundlicher mit den Reifen um.»
Die jüngsten Rennergebnisse in den langen GP-Rennen sagen alles: Zweiter in Aragon. Dritter in Misano, Sieger auf dem Red Bull Ring. Steigen dann nicht doch Gedanken an Titelkampf auf? Noch wiegelt der KTM-Pilot ab: «Ich halte weiter an meiner ursprünglichen Zielsetzung fest. Wenn möglich, immer in die Top-5 fahren und noch so viele Podestplätze wie möglich, das ist der einzige Plan.»
Vor den Rennen in Japan hat Pedro Acosta 72 Punkte auf WM-Leader Jorge Martin – mit Bezzecchi und Marc Marquez aber auch weiteren starken Kontrahenten. In Motegi wurde jedenfalls der erste Grundstein für eine erfolgreiche Aufholjagd gelegt.
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